15. Dezember – International Tea Day

NutriKunde-Aktionskalender · 15. Dezember

15. Dezember – International Tea Day

Der International Tea Day am 15. Dezember ist ein jährlich wiederkehrender, international begangener Tee-Aktionstag. Er geht auf Aktivitäten von Teeproduzenten und Gewerkschaften zurück und richtet den Blick unter anderem auf die Bedeutung des Tees für Anbaugebiete, Handel und Beschäftigte. Mehrere unabhängige Quellen führen den 15. Dezember als Termin.

Wichtig: Dieser 15.-Dezember-Termin ist nicht identisch mit dem heute offiziell von den Vereinten Nationen begangenen International Tea Day am 21. Mai. Die beiden Termine haben unterschiedliche Entstehungsgeschichten.

Für NutriKunde ist der 15. Dezember deshalb eine gute Gelegenheit, einmal genauer hinzuschauen: Was ist eigentlich Tee – und was steckt in einer Tasse?

Was ist überhaupt „echter“ Tee?

Schwarzer, grüner, weißer, Oolong- und weitere klassische Tees stammen von derselben Pflanze:

Camellia sinensis.

Unterschiede entstehen vor allem durch Anbau, Ernte und Verarbeitung der Blätter.

Ein grüner Tee ist deshalb nicht einfach eine andere Pflanzenart als schwarzer Tee.

Was ist dann Kräutertee?

Kräutertee stammt nicht von der Teepflanze Camellia sinensis.

Pfefferminze, Kamille, Fenchel oder andere Pflanzen werden als Kräuter- beziehungsweise Pflanzenteezubereitungen aufgegossen.

Auch Früchtetees gehören nicht zum klassischen Tee aus Camellia sinensis.

Das ist eine kleine, aber wichtige Unterscheidung in der Lebensmittelkunde.

Enthält jeder Tee Koffein?

Nein.

Klassischer schwarzer und grüner Tee enthalten natürlicherweise Koffein.

Kräuter- und Früchtetees enthalten dagegen normalerweise kein Koffein aus der Teepflanze.

Auch innerhalb der klassischen Teesorten können die Koffeinmengen unterschiedlich sein.

Ein Beispiel liefert der aktuelle Blick auf Grüntee: Hojicha enthält deutlich weniger Koffein als Matcha, obwohl beide aus der Teepflanze stammen.

Ist Tee ein guter Durstlöscher?

Ungesüßter Tee kann zur Flüssigkeitsversorgung beitragen.

Das BZfE nennt Wasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees als geeignete Getränke. Auch Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee können in moderaten Mengen Bestandteil der Getränkeauswahl sein.

Interessant wird es allerdings, wenn Tee stark gesüßt wird.

Dann kommt zum Getränk zusätzlich eine relevante Menge Zucker hinzu.

Der Tee selbst und das, was hineingegeben wird, sollten deshalb getrennt betrachtet werden.

Warum schmeckt Tee manchmal bitter?

Bitterkeit kann verschiedene Ursachen haben.

Dazu gehören unter anderem die Teesorte, die Wassertemperatur, die Menge des Tees und die Ziehzeit.

Gerade bei empfindlichen Tees kann eine zu lange oder zu heiße Zubereitung das Geschmackserlebnis verändern.

Deshalb ist Tee nicht nur ein Getränk, sondern auch ein interessantes Beispiel für Zubereitungs- und Lebensmittelkunde.

Was sind Polyphenole?

Tee enthält verschiedene Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole.

Bei grünem Tee gehören beispielsweise Catechine zu dieser Stoffgruppe. Die genaue Zusammensetzung hängt unter anderem von Teesorte und Verarbeitung ab.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede gesundheitsbezogene Werbeaussage über Tee automatisch wissenschaftlich belegt ist.

Ein Pflanzenstoff im Lebensmittel ist nicht automatisch ein Heilmittel.

Matcha ist etwas Besonderes

Bei Matcha werden die Teeblätter nach der Verarbeitung zu einem feinen Pulver vermahlen.

Dadurch wird beim Trinken nicht nur ein Aufguss konsumiert, sondern das pulverisierte Blatt selbst.

Das unterscheidet Matcha deutlich von einem klassischen Teebeutelaufguss.

Das BZfE beschreibt Matcha als Pulver aus jungen, beschatteten Teeblättern und weist auf Unterschiede zu geröstetem Hojicha hinsichtlich Herstellung, Geschmack und Koffeingehalt hin.

Ist Tee automatisch gesund?

So einfach lässt sich die Frage nicht beantworten.

Ungesüßter Tee kann eine kalorienarme Getränkeoption sein und liefert je nach Sorte verschiedene Pflanzenstoffe.

Gleichzeitig sollte man einzelne Inhaltsstoffe nicht isoliert betrachten und daraus automatisch gesundheitliche Wirkungen ableiten.

Für den Alltag ist deshalb zunächst eine viel einfachere Frage entscheidend:

Ist der Tee ungesüßt oder wird er zu einem stark gezuckerten Getränk?

Tee und Zucker

Ein Teelöffel Zucker verändert die Zusammensetzung einer Tasse Tee nur wenig.

Bei mehreren Tassen täglich und größeren Zuckermengen kann daraus jedoch eine relevante zusätzliche Zuckerzufuhr entstehen.

Das BZfE empfiehlt grundsätzlich, Getränke möglichst wenig zu süßen und sich schrittweise an weniger Süße zu gewöhnen.

Tee ist nicht gleich Tee

Im Supermarkt finden sich heute zahlreiche Varianten:

Schwarztee · Grüntee · Weißtee · Oolong · Kräutertee · Früchtetee · Matcha · Mate · aromatisierte Teemischungen

Bei Mischungen lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste.

Denn die Bezeichnung allein sagt nicht immer, wie hoch der Anteil der einzelnen Bestandteile ist.

Was ist mit Mate?

Mate ist ein gutes Beispiel für eine Zubereitung, die häufig unter dem Sammelbegriff Tee geführt wird, botanisch aber nicht zur Teepflanze gehört.

Mate stammt von Ilex paraguariensis, einem südamerikanischen Strauch.

Die Blätter enthalten Koffein und werden traditionell auf unterschiedliche Weise zubereitet.

Warum ist die Herkunft von Tee interessant?

Tee ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein globales Handelsprodukt.

Der 15. Dezember lenkt deshalb den Blick ausdrücklich auf Teeanbau, Handel und die Situation von Produzenten und Beschäftigten.

Damit lässt sich der Aktionstag bei NutriKunde sinnvoll über die reine Ernährungsfrage hinaus erweitern.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

Die Tee-Vergleichsprobe

Drei ungesüßte Tees werden nebeneinander aufgegossen:

Schwarztee · Grüntee · Kräuter- oder Früchtetee

Verglichen werden:

Farbe · Geruch · Geschmack · Bitterkeit · Ziehzeit · Koffeinquelle · Zutaten

Anschließend kann ein vierter Tee dazukommen – beispielsweise Matcha.

So wird schnell sichtbar:

Tee ist nicht gleich Tee.

Was bleibt vom 15. Dezember?

Eine Tasse Tee kann sehr unterschiedlich sein – abhängig von Pflanze, Verarbeitung, Mischung und Zubereitung.

Schwarztee, Grüntee, Kräutertee, Früchtetee und Matcha sind keine austauschbaren Begriffe.

Und auch beim Tee entscheidet nicht nur das Getränk selbst, sondern beispielsweise die Zugabe von Zucker darüber, was tatsächlich konsumiert wird.

NutriKunde-Fazit

Tee ist weit mehr als ein Heißgetränk.

Er verbindet Pflanzenkunde, Lebensmittelverarbeitung, Geschmack, Koffein, Zubereitung, Kultur und weltweiten Handel.

Für die Ernährungspraxis ist besonders der einfache Unterschied zwischen ungesüßtem Tee und stark gesüßten Teegetränken interessant.

Der 15. Dezember eignet sich deshalb hervorragend für einen kleinen Blick in die Teetasse – und darüber hinaus.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.