13. Januar: Aktionstag für die Generation 60 plus

Was haben Sesam, Erdnüsse, Pfirsiche und ein Winterfeuer gemeinsam – und was verraten sie über Ernte, Süße und Genuss?

Sesam, Erdnüsse und Zuckerrohr gehören in Nordindien zu den typischen Lebensmitteln der winterlichen Lohri-Tradition. Aus ihnen entstehen süße Spezialitäten wie Gajak und Rewari, die rund um das Feuer geteilt werden. Tausende Kilometer entfernt steht am selben Kalendertag mit der Peach Melba ein Dessert im Mittelpunkt, das Pfirsich, Himbeere und Vanilleeis miteinander verbindet.

Auf den ersten Blick könnten diese beiden Ernährungstraditionen kaum unterschiedlicher sein. Die eine ist eng mit Winter, Ernte, Gemeinschaft und Landwirtschaft verbunden, die andere mit klassischer europäischer Haute Cuisine und einer berühmten Opernsängerin. Doch beide zeigen, wie Lebensmittel durch Kultur, Jahreszeit, Zubereitung und gemeinsame Rituale eine besondere Bedeutung erhalten.

Der 13. Januar ist deshalb aus Sicht von NutriKunde besonders interessant. Lohri ist ein nordindisches Winter- und Erntefest, während der National Peach Melba Day einen klassischen Dessertteller feiert. Dazu kommen unter anderem der National Take the Stairs Day, der Korean American Day und verschiedene kleinere Aktionstage. (National Today)

Was ist am 13. Januar 2026?

Am 13. Januar 2026 finden sich unter anderem:

  • Lohri – traditionelles Winter- und Erntefest, besonders in Punjab und angrenzenden Regionen
  • National Peach Melba Day
  • National Take the Stairs Day
  • Korean American Day
  • National Shop for Travel Day – zweiter Dienstag im Januar
  • National Sticker Day
  • National Rubber Ducky Day
  • Make Your Dream Come True Day
  • National Poetry at Work Day – zweiter Dienstag im Januar
  • St. Knut’s Day / Tjugondag Knut in Schweden und Finnland
  • Calennig, eine walisische Neujahrstradition

Für den NutriKunde-Kalender sind vor allem Lohri und Peach Melba interessant. Sie ermöglichen einen ungewöhnlich großen Bogen von landwirtschaftlicher Ernte und traditionellen Lebensmitteln bis zur klassischen Dessertküche.

Was ist Lohri?

Lohri ist ein traditionelles Winter- und Erntefest, das besonders in Punjab sowie in angrenzenden Regionen Indiens und in der weltweiten Punjabi-Diaspora gefeiert wird. Der Abend des 13. Januar ist von Feuer, Musik, Tanz und dem gemeinsamen Teilen von Lebensmitteln geprägt.

Das Fest ist eng mit dem landwirtschaftlichen Jahreslauf verbunden. Traditionell werden Lebensmittel wie Sesam, Erdnüsse, Zuckerrohr beziehungsweise Zuckerrohrprodukte, Popcorn und weitere winterliche Erzeugnisse mit Lohri verbunden. (India Today)

Damit zeigt Lohri etwas, das für die heutige Ernährung leicht in Vergessenheit gerät: Viele traditionelle Feste waren ursprünglich eng mit dem verbunden, was gerade geerntet, verarbeitet oder gelagert werden konnte.

Warum spielen Sesam, Erdnüsse und Jaggery eine so große Rolle?

Sesam und Erdnüsse liefern unter anderem Fett, Eiweiß und verschiedene Mineralstoffe. Jaggery, häufig als Gur bezeichnet, ist ein traditionelles Zuckerprodukt. Zusammen ergeben diese Zutaten energiereiche Süßigkeiten wie Gajak oder Rewari.

Gerade im Winter waren solche Lebensmittel besonders interessant. Sie sind konzentriert, gut lagerfähig und lassen sich leicht teilen. Die traditionelle Bedeutung lässt sich deshalb nicht allein über moderne Nährwerttabellen erklären.

Heute sollten Gajak, Rewari oder andere Sesam-Zucker-Spezialitäten trotzdem als Süßigkeiten betrachtet werden. Der enthaltene Sesam bringt zwar wertvolle Nährstoffe mit, doch Jaggery bleibt eine Zuckerquelle und macht die Süßigkeit energiereich.

Warum ist Lohri auch ein Ernährungstag?

Weil sich an Lohri sehr deutlich zeigt, wie eng Ernährung und Landwirtschaft zusammengehören.

Lebensmittel sind nicht einfach Produkte, die irgendwann im Supermarktregal auftauchen. Sie haben einen Anbauzeitpunkt, eine Erntezeit, bestimmte Lagerbedingungen und häufig eine lange kulturelle Geschichte.

Bei Lohri werden diese Zusammenhänge sichtbar. Ernte, Winter, Feuer, Lebensmittel und Gemeinschaft gehören zu einem gemeinsamen Festgeschehen. Genau diese Verbindung zwischen Landwirtschaft und Ernährung ist auch für moderne Verbraucher interessant.

Welche traditionellen Speisen gehören zu Lohri?

Neben Sesam- und Erdnussspezialitäten werden je nach Region und Familie verschiedene herzhafte Gerichte serviert. Besonders bekannt ist Sarson da Saag, ein Gericht aus Senfblättern, das häufig mit Makki di Roti, einem Fladenbrot aus Maismehl, kombiniert wird.

Auch Radieschen, Mais, Zuckerrohrprodukte und verschiedene Hülsenfrüchte beziehungsweise Getreidegerichte können Teil der regionalen Winterküche sein.

Das Interessante daran ist die Kombination: Ein traditioneller Festtag besteht nicht ausschließlich aus Süßigkeiten. Neben energiereichen Leckereien stehen Gemüse, Getreide und weitere pflanzliche Lebensmittel auf dem Tisch.

Was verrät Lohri über saisonale Ernährung?

Sehr viel. Moderne Supermärkte ermöglichen es, fast jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit zu kaufen. Dadurch ist der Zusammenhang zwischen Jahreszeit und Ernährung weniger sichtbar geworden.

Traditionelle Feste bewahren diesen Zusammenhang dagegen oft bis heute. Lebensmittel werden nicht nur nach Geschmack ausgewählt, sondern auch danach, was in einer Region zu dieser Zeit verfügbar, lagerfähig oder gerade geerntet ist.

Eine saisonale Ernährung muss dabei keineswegs eintönig sein. Gerade Wintergemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Getreide bieten zahlreiche Möglichkeiten.

Was ist Peach Melba?

Die Peach Melba ist ein klassisches Dessert aus Pfirsich, Vanilleeis und Himbeersauce beziehungsweise Himbeerpüree. Sie wird dem französischen Koch Auguste Escoffier zugeschrieben und entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Umfeld der berühmten australischen Sängerin Nellie Melba.

Escoffier verband dabei Pfirsich und Eiscreme mit einer fruchtigen Himbeerkomponente. Die Kombination aus süß, cremig und fruchtig-säuerlich erklärt einen Teil des anhaltenden Erfolgs dieses Desserts. (Escoffier)

Der 13. Januar wird in amerikanischen Food-Kalendern jährlich als National Peach Melba Day geführt. (National Day Calendar)

Warum funktioniert die Kombination aus Pfirsich, Himbeere und Eis so gut?

Hier zeigt sich ein grundlegendes Prinzip der Geschmackswahrnehmung: Gegensätze können sich gegenseitig verstärken.

Das Eis bringt Cremigkeit und Süße. Der Pfirsich liefert Fruchtigkeit und Saftigkeit. Die Himbeere bringt Säure und ein intensiveres Aroma hinzu.

Dadurch wirkt das Dessert komplexer, als es die überschaubare Zutatenliste zunächst vermuten lässt. Für die Küche ist das eine interessante Erkenntnis: Ein gutes Gericht benötigt nicht unbedingt viele Zutaten, sondern eine sinnvolle Abstimmung von Geschmack, Textur und Temperatur.

Ist Pfirsich im Dessert automatisch ein Zeichen für gesunde Ernährung?

Nein. Ein Dessert mit Obst bleibt ein Dessert.

Pfirsiche liefern Wasser, Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe. Himbeeren bringen ebenfalls Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. Werden sie jedoch mit Eiscreme und gegebenenfalls zusätzlichem Zucker kombiniert, verändert sich die gesamte ernährungsphysiologische Einordnung.

Das ist kein Grund, ein solches Dessert abzulehnen. Viel sinnvoller ist die Unterscheidung zwischen Frucht als Lebensmittel und Frucht als Bestandteil eines Desserts.

Was können Lohri und Peach Melba gemeinsam über Süße lehren?

Beide zeigen, dass Süße in der Ernährung unterschiedliche Rollen haben kann.

Bei Lohri ist die Süße von Jaggery Bestandteil einer kulturellen Tradition und wird gemeinsam mit Sesam, Erdnüssen und anderen Zutaten gegessen. Bei der Peach Melba verbindet sich die Süße mit Frucht und Säure zu einem Dessert.

In beiden Fällen geht es nicht nur um Zucker. Geschmack entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Zutaten. Säure, Fett, Gewürze, Röstaromen und Textur beeinflussen, wie süß ein Gericht wahrgenommen wird.

Das kann auch in der Alltagsküche hilfreich sein: Ein säuerliches Obst, Gewürze oder geröstete Nüsse können ein Gericht geschmacklich interessanter machen, ohne dass immer zusätzliche Süße erforderlich ist.

Warum sind Nüsse und Samen für die Ernährung interessant?

Nüsse und Samen liefern konzentrierte Nährstoffe. Sie enthalten unter anderem ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Ballaststoffe und verschiedene Mineralstoffe.

Gleichzeitig sind sie energiereich. Gerade deshalb kommt es auf die Menge an. Eine kleine Portion kann eine Mahlzeit sinnvoll ergänzen, während große Mengen schnell erheblich zur Energiezufuhr beitragen.

Sesam und Erdnüsse zeigen damit ein allgemeines Prinzip der Ernährung: Ein Lebensmittel kann gleichzeitig nährstoffreich und energiereich sein. Beides widerspricht sich nicht.

Was bedeutet das für die Ernährung ab 60?

Gerade ab 60 kann die Qualität der Lebensmittel besonders wichtig werden. Mahlzeiten sollten möglichst viele Nährstoffe liefern, ohne ausschließlich aus stark verarbeiteten oder sehr energiedichten Lebensmitteln zu bestehen.

Nüsse und Samen können beispielsweise kleine, nährstoffreiche Ergänzungen sein. Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte können für Ballaststoffe sorgen. Eiweißquellen lassen sich über den Tag verteilen.

Gleichzeitig darf Genuss seinen Platz behalten. Eine traditionelle Süßigkeit zu einem Fest oder ein Dessert wie Peach Melba muss nicht zum Problem werden, wenn die gesamte Ernährung abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet ist.

Was hat der National Take the Stairs Day mit Ernährung zu tun?

Der 13. Januar verbindet Ernährung und Bewegung auf eine sehr einfache Weise. Der National Take the Stairs Day erinnert daran, dass körperliche Aktivität nicht immer ein spezielles Sportprogramm benötigt.

Treppen statt Aufzug, ein Spaziergang nach dem Essen oder ein zusätzlicher Weg zu Fuß können kleine Bewegungsbausteine des Alltags sein.

Gerade für ältere Menschen kann die Alltagsperspektive hilfreich sein: Bewegung muss nicht immer aus einer Stunde Training bestehen. Viele kleine Gelegenheiten summieren sich ebenfalls.

Was kann Korean American Day mit Ernährung zu tun haben?

Der Korean American Day erinnert an die Ankunft der ersten größeren Gruppe koreanischer Einwanderer in den Vereinigten Staaten am 13. Januar 1903. Daraus entwickelte sich eine vielfältige koreanisch-amerikanische Gemeinschaft. (National Today)

Aus kulinarischer Sicht ist das interessant, weil Migration Küchen verändert. Zutaten, Gewürze und Kochtechniken wandern mit Menschen und werden in neuen Ländern mit vorhandenen Lebensmitteln kombiniert.

Koreanische Küche zeigt beispielsweise, wie Gemüse, fermentierte Lebensmittel, Reis, Suppen, Fleisch und kräftige Würzungen miteinander verbunden werden können. Auch hier wird deutlich: Esskultur ist niemals statisch.

Was kann der 13. Januar als Küchen-Challenge bieten?

Die passende Küchen-Challenge „Süß trifft säuerlich“ lässt sich ganz einfach umsetzen.

Ein Naturjoghurt oder Quark wird mit einer kleinen Menge Obst kombiniert. Eine Portion erhält zusätzlich etwas gerösteten Sesam, eine zweite einige gehackte Nüsse und eine dritte etwas säuerliches Obst wie Himbeeren.

Anschließend wird verglichen, welche Kombination am intensivsten schmeckt. Dabei lässt sich beobachten, wie Fett, Säure, Fruchtigkeit und Röstaromen die Wahrnehmung von Süße verändern.

Wer lieber herzhaft kocht, kann dasselbe Prinzip mit einem Wintergemüse ausprobieren: geröstetes Gemüse, eine säuerliche Komponente und geröstete Samen ergeben ebenfalls ein interessantes Geschmacksdreieck.

Welche Mitmach-Aktion passt zu Lohri?

Eine kleine „Winter-Ernte-Schale“ kann die Idee von Lohri aufgreifen.

Dafür werden beispielsweise geröstete Nüsse oder Samen, ein saisonales Gemüse, ein Getreideprodukt und eine kleine süße Komponente kombiniert. Es muss kein authentisches Lohri-Menü sein. Entscheidend ist die Frage: Welche Lebensmittel stammen aus der Landwirtschaft, welche lassen sich lagern und welche passen zur Winterzeit?

Damit wird aus einem internationalen Fest ein Anlass, die Herkunft der eigenen Lebensmittel bewusster wahrzunehmen.

Was kann der 13. Januar schließlich über Ernährung lehren?

Lohri und Peach Melba stammen aus völlig unterschiedlichen kulinarischen Welten. Trotzdem haben sie einen gemeinsamen Kern: Lebensmittel werden erst durch Zubereitung, Kombination, Jahreszeit und Kultur zu dem, was sie für Menschen bedeuten.

Sesam und Erdnüsse sind nicht nur Zutaten, sondern Bestandteile einer Festtradition. Pfirsich, Himbeere und Eiscreme sind nicht einfach drei Lebensmittel, sondern ergeben durch ihre Kombination ein berühmtes Dessert.

Genau darin liegt der Wert solcher Aktionstage für NutriKunde: Sie machen aus scheinbar kuriosen Kalenderdaten einen Anlass, Lebensmittel genauer kennenzulernen und Ernährung nicht nur als Nährwerttabelle, sondern auch als Kultur, Handwerk und Genuss zu verstehen.

Wichtiger als das Datum ist das Thema: Jeder Aktionstag kann an jedem Tag des Jahres gefeiert, erlebt oder neu entdeckt werden.

Für den 13. Januar ist Lohri der stärkste Ernährungseinstieg. Das Fest verbindet Ernte, Winter, Sesam, Erdnüsse, Zuckerrohr, Mais und traditionelle Süßigkeiten – und mit der Peach Melba kommt ein völlig anderes, klassisches Dessert dazu. Daraus lässt sich wieder sehr schön eine Ernährungsgeschichte über Saison, Süße, Zutaten und Esskultur entwickeln.

 

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz strukturiert und aufbereitet. Die abschließende redaktionelle Bearbeitung, Prüfung und Veröffentlichung erfolgten durch den Herausgeber.

Quellen: Besonders hilfreich sind die offiziellen UN-/WHO-/FAO-Seiten, die deutschen Fachquellen und für die große Sammlung von Food Days die US-amerikanischen Kalenderseiten. Die Unterscheidung ist wichtig: Die UN weist selbst darauf hin, dass internationale Tage auf unterschiedlichen Beschluss- und Organisationsebenen beruhen.
Vereinte Nationen – UN: https://www.un.org/
UNRIC Deutschland – Internationale Tage: https://unric.org/de/internationale-tage-der-vereinten-nationen/
World Health Organization (WHO): https://www.who.int/
FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations: https://www.fao.org/home/en/
Bundeszentrum für Ernährung – BZfE: https://www.bzfe.de/
Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE: https://www.dge.de/
VFED – Verband für Ernährung und Diätetik: https://www.vfed.de/
International Food Information Council: https://ific.org/
National Institutes of Health: https://ific.org/
Harvard T.H. Chan School of Public Health – Nutrition Source: https://nutritionsource.edu/
The Nibble Webzine of Food Adventures:  https://www.thenibble.com/
Gutes Essen für jede Laune: https://clubfoody.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
National Today: https://nationaltoday.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
Days Of The Year: https://www.daysoftheyear.com/
Checkiday: https://www.checkiday.com/
Kalendarien.de: https://kalendarien.de/aktionstage/
Feiertage Deutschland: https://www.feiertage-deutschland.de/aktionstage/
Deutschland-feiert.de: https://www.deutschland-feiert.de/