13. Dezember – National Cocoa – Kakao -Day

NutriKunde-Aktionskalender · 13. Dezember

13. Dezember – National Cocoa Day

Der National Cocoa Day wird jährlich am 13. Dezember begangen und ist ein inoffizieller US-amerikanischer Food-Aktionstag. Im Mittelpunkt steht Kakao – beziehungsweise das warme Kakaogetränk, das besonders in der kalten Jahreszeit beliebt ist. Mehrere unabhängige Aktionstagskalender führen den 13. Dezember als National Cocoa Day. Die genaue Entstehungsgeschichte des Aktionstags ist allerdings nicht eindeutig dokumentiert.

Für NutriKunde ist der Tag trotzdem interessant: Hinter einer Tasse Kakao steckt deutlich mehr als nur ein süßes Wintergetränk. Kakaobohnen, Kakaomasse, Kakaopulver, Kakaobutter, Zucker und Milch beziehungsweise Milchalternativen unterscheiden sich hinsichtlich Zusammensetzung, Verarbeitung und Nährwert erheblich.

Was genau ist Kakao?

Kakao stammt aus den Samen des Kakaobaums. Nach der Ernte werden die Kakaobohnen unter anderem fermentiert, getrocknet und geröstet. Bei der weiteren Verarbeitung entstehen verschiedene Kakaoerzeugnisse.

Kakaomasse enthält sowohl die festen Bestandteile der Kakaobohne als auch deren Fett, die Kakaobutter. Durch das Abpressen kann ein Teil der Kakaobutter entfernt werden. Übrig bleibt ein kakaoreicher Presskuchen, der zu Kakaopulver vermahlen wird.

Kakaopulver ist deshalb nicht automatisch dasselbe wie ein fertiges Kakaogetränk.

Kakao ist nicht gleich Kakaopulver

Im Alltag wird häufig zwischen ungesüßtem Kakaopulver und sogenannten Trinkkakaopulvern unterschieden.

Reines Kakaopulver enthält keinen oder nur sehr wenig zugesetzten Zucker. Bei vielen fertigen Kakaomischungen steht dagegen Zucker weit oben in der Zutatenliste. Das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass Produkte, die umgangssprachlich als Kakaopulver bezeichnet werden, teilweise überwiegend aus Zucker bestehen können.

Ein Blick auf Zutatenliste und Nährwerttabelle zeigt daher schnell, welches Produkt tatsächlich vorliegt.

Ein einfacher Vergleich

Kakaopulver ohne Zuckerzusatz
→ hoher Kakaoanteil
→ kein beziehungsweise kaum zugesetzter Zucker
→ intensiver, herber Geschmack

Gesüßtes Kakaogetränkepulver
→ Kakao plus Zucker beziehungsweise weitere Zutaten
→ deutlich süßer
→ abhängig vom Produkt teilweise hoher Zuckergehalt

Fertiger Trinkkakao
→ beispielsweise Milch oder Milchalternative plus Kakao und Zucker
→ Zusammensetzung hängt stark vom Produkt ab

Die Bezeichnung „Kakao“ allein sagt daher noch nicht, wie viel Zucker tatsächlich in einer Tasse steckt.

Was steckt ernährungsphysiologisch im Kakao?

Kakao enthält verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe, darunter Polyphenole und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Gleichzeitig ist Kakaopulver kein kalorienfreies Lebensmittel und Kakaoprodukte unterscheiden sich erheblich voneinander.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kakao als Rohstoff und Schokolade oder gesüßtem Kakaogetränk.

Bei Schokolade kommen beispielsweise Zucker und Kakaobutter hinzu. Das verändert die Energiedichte deutlich. Die DGE weist darauf hin, dass süße Lebensmittel und zuckergesüßte Getränke häufig viele Kalorien liefern, während ihr Beitrag zur Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen begrenzt ist. Kleine Mengen solcher Lebensmittel können jedoch im Rahmen einer insgesamt ausgewogenen Ernährung als gelegentliche Extras Platz haben.

Warum schmeckt Kakao so intensiv?

Der typische Geschmack entsteht nicht durch einen einzigen Inhaltsstoff. Das Aroma entwickelt sich während der Verarbeitung der Kakaobohnen und wird durch verschiedene Aromastoffe geprägt.

Bei Schokolade spielen außerdem Zucker, Fett und die besonderen Eigenschaften der Kakaobutter eine wichtige Rolle.

Das BZfE beschreibt, dass Kakaobutter aufgrund ihres Schmelzverhaltens wesentlich zum charakteristischen Mundgefühl von Schokolade beiträgt. Beim Kontakt mit der warmen Mundhöhle beginnt die Schokolade zu schmelzen und entwickelt dadurch ihre typische geschmeidige Konsistenz.

Die häufig zu lesende vereinfachte Aussage, Schokolade mache glücklich, sollte dagegen nicht als ernährungswissenschaftliche Tatsache verstanden werden. Das BZfE weist darauf hin, dass die entsprechenden Mengen bestimmter Stoffe wie Tryptophan oder Serotonin keine einfache Erklärung für eine solche Wirkung liefern.

Kakaogehalt ist nicht dasselbe wie Gesundheitswert

Ein hoher Kakaoanteil bedeutet in der Regel, dass weniger Zucker enthalten sein kann als bei vielen Milchschokoladen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass ein Produkt unbegrenzt oder in großen Mengen verzehrt werden sollte.

Auch dunkle Schokolade kann viel Fett und Energie enthalten.

Der Kakaoanteil ist deshalb ein wichtiger Vergleichspunkt, aber nicht das einzige Kriterium. Sinnvoll ist ein Blick auf:

  • Kakaoanteil
  • Zucker
  • Fett
  • Zutatenliste
  • Portionsgröße
  • Art des Produkts

Auch die frühere wissenschaftliche Diskussion über mögliche günstige Zusammenhänge zwischen Kakao beziehungsweise dunkler Schokolade und bestimmten gesundheitlichen Effekten sollte nicht mit einer allgemeinen Gesundheitsempfehlung für Schokolade gleichgesetzt werden. Entscheidend sind Lebensmittelmenge, Produktzusammensetzung und die gesamte Ernährung.

Kakao selbst zubereiten

Der National Cocoa Day bietet eine einfache Gelegenheit für einen kleinen Vergleich.

Statt eines fertigen Kakaogetränks können beispielsweise ungesüßtes Kakaopulver und Milch oder eine geeignete pflanzliche Alternative verwendet werden.

Das Pulver lässt sich zunächst mit einer kleinen Menge warmer Flüssigkeit glatt verrühren. Anschließend wird die restliche Flüssigkeit hinzugegeben.

Der Vorteil: Die Süße lässt sich selbst bestimmen.

Das BZfE beschreibt ebenfalls die Möglichkeit, reines Kakaopulver für ein Getränk zu verwenden und die Süße anschließend selbst zu dosieren.

Kleine NutriKunde-Idee

Zwei Tassen können nebeneinander zubereitet werden:

Variante A: Fertige Kakaomischung
Variante B: Ungesüßtes Kakaopulver + Milch oder Milchalternative + individuell dosierte Süße

Anschließend können Zutatenliste, Zuckergehalt und Geschmack miteinander verglichen werden.

Dabei zeigt sich häufig sehr anschaulich, wie unterschiedlich „Kakao“ zusammengesetzt sein kann.

Kakao und Schokolade – nicht verwechseln

Kakao ist ein Rohstoff beziehungsweise Sammelbegriff für verschiedene Kakaoerzeugnisse.

Schokolade ist dagegen ein verarbeitetes Produkt, das neben Kakaoerzeugnissen unter anderem Zucker enthält. Die Zusammensetzung von Schokolade ist in Deutschland beziehungsweise der EU rechtlich geregelt. Das BZfE erläutert beispielsweise, dass Kakaobutter und Kakaotrockenmasse zu den wesentlichen Bestandteilen gehören.

Bei weißer Schokolade liegt eine Besonderheit vor: Sie enthält Kakaobutter, aber keine Kakaomasse. Deshalb fehlen die dunklen Farb- und viele der typischen Geschmacksstoffe der Kakaomasse.

Kakao im Advent

Gerade im Dezember taucht Kakao in zahlreichen Lebensmitteln auf:

Kakaogetränke, Schokolade, Plätzchen, Kuchen, Desserts, Pralinen und Weihnachtsgebäck gehören zu den typischen Einsatzgebieten.

Dabei lohnt sich gerade in der Adventszeit ein Blick auf die Zutatenliste. Nicht jedes Produkt mit einer auffälligen Schokoladen- oder Kakaooptik enthält viel Kakao.

Das BZfE weist zudem darauf hin, dass sich derzeit auch kakaofreie Schokoladenalternativen auf dem Markt entwickeln. Sie können äußerlich und hinsichtlich der Verwendung Schokolade ähneln, enthalten aber keinen Kakao.

Und was ist mit Cadmium im Kakao?

Kakao ist auch aus Sicht der Lebensmittelsicherheit ein interessantes Thema.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Kakaopulver vergleichsweise höhere Cadmiumgehalte aufweisen kann. Gleichzeitig ist die tatsächliche Belastung der Ernährung von der jeweiligen Lebensmittelzusammensetzung und vom gesamten Ernährungsverhalten abhängig.

Das BZfE berichtet 2026 über Ergebnisse der BfR-MEAL-Studie und weist darauf hin, dass für die Allgemeinbevölkerung die durchschnittliche Cadmiumaufnahme unterhalb des gesundheitlichen Richtwerts liegt. Eine abwechslungsreiche Ernährung trägt dazu bei, die Aufnahme einzelner unerwünschter Stoffe nicht unnötig zu erhöhen.

Das bedeutet nicht, dass Kakao grundsätzlich gemieden werden muss. Es zeigt vielmehr, warum eine abwechslungsreiche Ernährung und ein maßvoller Umgang mit einzelnen Lebensmitteln sinnvoll sind.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

„Was steckt wirklich in meinem Kakao?“

Für einen kleinen Lebensmittelcheck werden drei Produkte miteinander verglichen:

  1. reines Kakaopulver,
  2. gesüßtes Kakaopulver,
  3. fertiges Kakaogetränk.

Notiert werden:

Kakaoanteil – Zucker – Fett – Zutaten – Portionsgröße.

Anschließend wird eine eigene Tasse Kakao mit ungesüßtem Kakaopulver zubereitet und die Süße selbst dosiert.

So wird aus dem Aktionstag ein kleiner Zutaten- und Nährwertcheck, der sich ohne großen Aufwand durchführen lässt.

💡 Was bleibt vom 13. Dezember?

Der National Cocoa Day muss nicht nur ein Anlass für eine zusätzliche Portion Schokolade sein.

Interessanter ist die Frage:

Ist Kakao eigentlich das Gleiche wie Kakaogetränk?

Die Antwort lautet: Nein.

Kakaopulver, Trinkkakaomischung, Kakaogetränk und Schokolade können sehr unterschiedliche Zusammensetzungen haben. Besonders der Zuckergehalt kann sich deutlich unterscheiden.

Wer die Zutatenliste liest, erkennt schnell, ob Kakao oder Zucker im jeweiligen Produkt den größeren Anteil ausmacht.

NutriKunde-Fazit

Der National Cocoa Day am 13. Dezember ist ein inoffizieller US-amerikanischer Food-Aktionstag, aber ein guter Anlass für einen sachlichen Blick auf ein Lebensmittel, das gerade im Winter sehr beliebt ist.

Kakao ist ein vielseitiger Rohstoff mit zahlreichen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Gleichzeitig sollte zwischen reinem Kakaopulver, gesüßten Kakaomischungen und Schokolade unterschieden werden.

Für die tägliche Ernährung zählt deshalb weniger das Schlagwort „Kakao“ als die konkrete Zusammensetzung des Produkts.

Ein Blick auf Zutatenliste, Kakaoanteil, Zucker und Portionsgröße macht aus einer Tasse Kakao schnell eine kleine Lektion in Lebensmittelkunde.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.