16. Dezember – National Chocolate Covered Anything – alles mit Schokoladenüberzug -Day

NutriKunde-Aktionskalender · 16. Dezember

16. Dezember – National Chocolate Covered Anything Day

Der National Chocolate Covered Anything Day findet jährlich am 16. Dezember statt und ist ein inoffizieller US-amerikanischer Food-Aktionstag. Die Idee ist denkbar einfach: Lebensmittel werden mit Schokolade überzogen, in Schokolade getaucht oder mit Schokolade verziert. Mehrere unabhängige Kalender führen den 16. Dezember als festen Termin.

Für NutriKunde ist der Tag interessant, weil sich daran eine ganze Reihe von Fragen rund um Schokolade, Kakao, Zucker, Fett, Zutaten und Genuss erklären lässt.

Was bedeutet „Chocolate Covered“ eigentlich?

„Chocolate covered“ bedeutet zunächst schlicht, dass ein Lebensmittel mit Schokolade überzogen oder in geschmolzene Schokolade getaucht wird.

Dafür eignen sich beispielsweise:

  • Erdbeeren und andere Früchte
  • Nüsse
  • Bananen
  • Kekse
  • Brezeln
  • Trockenfrüchte
  • kleine Gebäckstücke

Aber auch ungewöhnlichere Kombinationen sind möglich.

Der Aktionstag ist deshalb vor allem ein Anlass für kreatives Ausprobieren und Vergleichen.

Welche Schokolade eignet sich zum Überziehen?

Nicht jede Schokolade verhält sich beim Schmelzen gleich.

Je nach Produkt kommen beispielsweise infrage:

Zartbitterschokolade, Vollmilchschokolade oder weiße Schokolade.

Dabei unterscheiden sich nicht nur Geschmack und Farbe, sondern auch Zusammensetzung und Verarbeitung.

Dunkle Schokolade enthält vor allem Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter. Bei weißer Schokolade fehlt dagegen die Kakaomasse; sie enthält als Kakaobestandteil vor allem Kakaobutter.

Warum schmilzt Schokolade so angenehm im Mund?

Das typische Schmelzverhalten ist kein Zufall.

Eine wichtige Rolle spielt die Kakaobutter. Sie sorgt zusammen mit der Struktur der Schokolade dafür, dass sich das feste Stück bei Kontakt mit der warmen Mundoberfläche verändert und ein charakteristisches, cremiges Mundgefühl entsteht. Das BZfE beschreibt die physikalischen Vorgänge beim Schmelzen als einen wesentlichen Bestandteil des Schokoladenerlebnisses.

Damit ist Schokolade nicht nur geschmacklich, sondern auch sensorisch und physikalisch interessant.

Warum mögen so viele Menschen Schokolade?

Die Antwort ist komplexer als die häufig verbreitete Aussage, Schokolade enthalte einfach „Glückshormone“.

Das BZfE weist darauf hin, dass die in Schokolade enthaltenen Mengen bestimmter Stoffe wie Tryptophan oder Serotonin nicht ausreichen, um die häufig behauptete einfache Erklärung zu liefern.

Eine wichtige Rolle spielen dagegen die Kombination aus Zucker und Fett, das Aroma, die Erwartung und das angenehme Schmelzverhalten. Diese Faktoren können das Belohnungssystem ansprechen.

Schokolade schmeckt also nicht deshalb gut, weil ein einzelner „Glücksstoff“ darin für gute Laune sorgt.

Ist Schokolade gesund?

Eine pauschale Antwort wie „Schokolade ist gesund“ wäre fachlich zu einfach.

Schokolade gehört zu den Süßwaren und kann je nach Sorte beträchtliche Mengen an Zucker und Fett enthalten. Die DGE weist darauf hin, dass Süßigkeiten häufig viele Kalorien, aber vergleichsweise wenig lebensnotwendige Nährstoffe liefern. Gleichzeitig können solche Lebensmittel in kleinen Mengen als gelegentliche Extras in eine insgesamt ausgewogene Ernährung passen.

Entscheidend sind deshalb unter anderem:

Sorte · Kakaoanteil · Zucker · Fett · Portionsgröße · Häufigkeit

Ist dunkle Schokolade automatisch besser?

Auch hier lohnt sich eine differenzierte Betrachtung.

Ein höherer Kakaoanteil bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt insgesamt „gesund“ ist. Dunkle Schokolade kann zwar weniger Zucker enthalten als manche Milchschokolade, liefert aber weiterhin Energie und Fett.

Die DGE verwendet Schokolade sogar als Beispiel dafür, dass sich die Fettsäurezusammensetzung von Snacks deutlich unterscheiden kann. Eine Portion Walnüsse liefert beispielsweise deutlich mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren und weniger gesättigte Fettsäuren als dieselbe Menge Vollmilchschokolade.

„Dunkel“ ist deshalb keine automatische Gesundheitsgarantie.

Was verrät die Zutatenliste?

Ein Blick auf die Zutatenliste kann bei Schokolade sehr aufschlussreich sein.

Je nach Sorte finden sich dort beispielsweise:

Kakaomasse · Zucker · Kakaobutter · Milchbestandteile · eventuell weitere Zutaten

Die gesetzliche Zusammensetzung von Kakao- und Schokoladenerzeugnissen ist in Deutschland geregelt. Ein Produkt, das keinen Kakao enthält, darf beispielsweise nicht einfach als klassische Schokolade bezeichnet werden, sondern ist eine kakaofreie Schokoladenalternative.

Was passiert, wenn Obst mit Schokolade überzogen wird?

Hier entsteht eine interessante Kombination.

Eine Erdbeere oder Orange bringt beispielsweise Wasser, Ballaststoffe und weitere natürliche Inhaltsstoffe mit. Die Schokoladenschicht ergänzt dagegen Zucker und Fett und erhöht die Energiedichte.

Das bedeutet:

Das Obst wird durch die Schokolade nicht plötzlich zu einem Süßwarenprodukt – aber die Gesamtzusammensetzung des Snacks verändert sich deutlich.

Genau solche Kombinationen machen den Aktionstag für NutriKunde interessant.

Schokolade und Nüsse – eine interessante Kombination

Nüsse und Schokolade sind geschmacklich beliebt, ernährungsphysiologisch aber ebenfalls nicht gleichzusetzen.

Nüsse liefern unter anderem Eiweiß, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Schokolade liefert dagegen je nach Sorte vor allem Zucker und Fett sowie Kakao und dessen charakteristische Inhaltsstoffe.

Eine Schicht Schokolade macht Nüsse deshalb nicht „gesünder“. Sie macht daraus schlicht ein anderes Lebensmittel beziehungsweise einen anderen Snack.

Muss auf Schokolade verzichtet werden?

Nein.

Die aktuellen DGE-Empfehlungen sehen ausdrücklich Raum für kleine Extras wie Süßigkeiten und Knabbereien, sofern die gesamte Ernährung ausgewogen bleibt.

Auch das BZfE empfiehlt nicht den völligen Verzicht auf Süßes, sondern einen bewussten Umgang damit. Eine kleinere Menge kann beispielsweise leichter in den Alltag integriert werden als große Vorräte, die ständig verfügbar sind.

Kann Schokolade auch herzhaft kombiniert werden?

Ja.

Der Reiz des Aktionstages liegt gerade darin, dass Schokolade nicht nur mit klassischen Süßigkeiten kombiniert werden muss.

Interessant können beispielsweise Kombinationen mit:

Orange · Banane · Erdbeere · Nüssen · Brezeln · Kaffee

sein.

Dabei entstehen Kontraste zwischen süß, bitter, salzig, fruchtig und knusprig.

Das ist vor allem eine Frage der Lebensmittel- und Geschmackskunde – nicht automatisch eine Frage des gesundheitlichen Nutzens.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

Ein Lebensmittel – drei Schokoladen

Ein Stück Obst, beispielsweise eine Erdbeere oder Banane, wird in drei unterschiedliche Schokoladensorten getaucht:

Zartbitter · Vollmilch · weiß

Anschließend werden drei Dinge verglichen:

  1. Welches Aroma fällt zuerst auf?
  2. Wie unterschiedlich ist die Süße?
  3. Wie verändert sich das Mundgefühl?

Zusätzlich können die Verpackungen betrachtet werden:

Kakaoanteil · Zucker · Fett · Zutaten

So wird aus einem kuriosen Food-Aktionstag eine kleine NutriKunde-Schokoladenkunde.

Was bleibt vom 16. Dezember?

Der National Chocolate Covered Anything Day muss nicht dazu führen, möglichst viele Lebensmittel mit Schokolade zu überziehen.

Sein interessanter NutriKunde-Aspekt liegt vielmehr darin, einmal genauer hinzuschauen:

Was passiert eigentlich mit einem Lebensmittel, wenn Schokolade dazukommt?

Geschmack, Konsistenz, Zucker- und Fettgehalt sowie Energiedichte können sich dadurch deutlich verändern.

NutriKunde-Fazit

Schokolade ist ein faszinierendes Lebensmittel – geschmacklich, sensorisch und lebensmittelkundlich.

Sie kann Früchte, Nüsse, Gebäck oder andere Lebensmittel geschmacklich verändern und sorgt durch Kakaobestandteile, Zucker und Fett für ein charakteristisches Mundgefühl.

Ernährungsphysiologisch bleibt Schokolade jedoch vor allem eine Süßigkeit. Die DGE empfiehlt, solche Lebensmittel eher als kleine Extras zu betrachten.

Der beste NutriKunde-Blick auf Schokolade lautet deshalb nicht einfach „gesund oder ungesund?“, sondern:

Welche Schokolade steckt darin, was enthält sie – und wie viel davon wird tatsächlich gegessen?

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.