NutriKunde-Aktionskalender · 26. Dezember
26. Dezember – National Candy Cane Day
Der 26. Dezember steht in verschiedenen Aktionstagskalendern im Zeichen des Candy Cane, des klassischen rot-weiß gestreiften Zuckerstäbchens mit gebogener Form. Der National Candy Cane Day wird jährlich am 26. Dezember geführt und stammt aus dem US-amerikanischen Umfeld. Ein offiziell anerkannter internationaler Gesundheits- oder Ernährungstag ist er nicht.
Für NutriKunde ist der Tag trotzdem interessant – nicht wegen des Bonbons allein, sondern als kleiner Einstieg in ein größeres Thema: Was steckt eigentlich in Süßigkeiten und wie lässt sich ihr Zuckergehalt richtig einschätzen?
Was ist ein Candy Cane?
Ein klassischer Candy Cane ist ein hartes Zuckerbonbon in charakteristischer J-Form, traditionell mit Pfefferminzgeschmack und roten Streifen.
Die Geschichte des Candy Cane ist allerdings weniger eindeutig, als manche Erzählungen vermuten lassen. Die häufig erzählte Geschichte, ein Kölner Chorleiter habe bereits 1670 die gebogene Form erfunden, ist nicht eindeutig historisch belegt. Dokumentierte Hinweise auf Candy Canes beziehungsweise entsprechende Zuckerstäbchen stammen aus deutlich späterer Zeit.
Heute gibt es neben Pfefferminze zahlreiche weitere Geschmacksrichtungen.
Besteht ein Candy Cane nur aus Zucker?
Im klassischen Fall besteht ein Candy Cane hauptsächlich aus Zucker, Wasser beziehungsweise Zuckersirup und Aromastoffen. Je nach Produkt kommen weitere Zutaten, Farbstoffe oder Säuerungsmittel hinzu.
Damit wird bereits deutlich: Ein Candy Cane ist in erster Linie eine Süßigkeit und kein nährstoffreiches Lebensmittel.
Warum schmeckt ein Candy Cane so intensiv süß?
Die Süße stammt vor allem aus den enthaltenen Zuckerarten. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten und liefert Energie.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Zucker in Lebensmitteln unter zahlreichen unterschiedlichen Bezeichnungen vorkommen kann. Für die Beurteilung eines konkreten Produkts sind deshalb sowohl Zutatenliste als auch Nährwerttabelle interessant.
Ist ein Candy Cane „ungesund“?
Ein einzelnes Bonbon muss nicht isoliert als „gesund“ oder „ungesund“ bewertet werden.
Entscheidend sind vielmehr Menge, Häufigkeit und das gesamte Ernährungsverhalten. Ein Candy Cane ist eine Süßigkeit und trägt hauptsächlich zur Zucker- und Energieaufnahme bei. Gleichzeitig liefert er kaum die Nährstoffe, die bei einer abwechslungsreichen Ernährung im Mittelpunkt stehen.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Zuckeraufnahme insgesamt zu begrenzen. Als Orientierung werden maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Zucker genannt. Bei einem Energiebedarf von etwa 2.000 Kilokalorien entspricht dies ungefähr 50 Gramm Zucker täglich.
Enthält ein Candy Cane Fett?
Der klassische Candy Cane ist normalerweise fettfrei oder nahezu fettfrei. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass er deshalb ernährungsphysiologisch besonders günstig ist.
Hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied:
„Fettarm“ bedeutet nicht automatisch „nährstoffreich“.
Ein Lebensmittel kann sehr wenig Fett enthalten und trotzdem hauptsächlich aus Zucker bestehen.
Was ist beim Blick auf die Verpackung interessant?
Bei Süßigkeiten lohnt sich ein kurzer Blick auf zwei Stellen:
1. Zutatenliste
Hier lässt sich erkennen, welche Zutaten enthalten sind und welche Süßungsmittel verwendet werden.
2. Nährwerttabelle
Sie zeigt unter anderem, wie viel Kohlenhydrate und davon Zucker das Produkt pro 100 Gramm enthält.
Gerade bei verarbeiteten Lebensmitteln können unterschiedliche Zuckerarten und süßende Zutaten verwendet werden. Die Verbraucherzentrale weist deshalb darauf hin, dass der Begriff „Zucker“ nicht zwingend als einzige Zuckerquelle in der Zutatenliste auftaucht.
Ist „ohne Zuckerzusatz“ dasselbe wie „zuckerfrei“?
Nein.
Die beiden Angaben haben unterschiedliche Bedeutungen und sind rechtlich geregelt. Außerdem kann ein Produkt Zucker enthalten, der natürlicherweise aus seinen Zutaten stammt.
Deshalb lohnt sich auch bei Werbeaussagen wie „ohne Zuckerzusatz“ ein Blick auf die tatsächliche Nährwerttabelle.
🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee: Der Candy-Cane-Check
Der heutige Tag eignet sich für einen kleinen Lebensmittel-Check.
Ein Candy Cane oder eine andere kleine Süßigkeit auswählen und auf der Verpackung drei Angaben suchen:
- Zutatenliste
- Kohlenhydrate
- davon Zucker
Anschließend kann eine zweite Süßigkeit zum Vergleich herangezogen werden.
Interessant ist dabei nicht die Frage „Welche Süßigkeit ist gesund?“, sondern:
Wie unterscheiden sich Zutaten, Zuckergehalt und Portionsgröße tatsächlich?
Wer mehrere Produkte vergleicht, kann zusätzlich darauf achten, ob Zucker an erster Stelle der Zutatenliste steht und welche weiteren süßenden Zutaten vorkommen.
💡 Was bleibt vom 26. Dezember?
Der Candy Cane ist vor allem ein klassisches Weihnachtsbonbon. Ernährungstechnisch wird er interessanter, wenn er als Beispiel für ein größeres Thema betrachtet wird:
Süßigkeiten liefern häufig viel Zucker und Energie, aber vergleichsweise wenig essenzielle Nährstoffe.
Deshalb ist die Zutatenliste allein nicht immer ausreichend. Die Nährwerttabelle zeigt, wie viel Zucker tatsächlich im Produkt steckt.
NutriKunde-Fazit
Der National Candy Cane Day ist ein inoffizieller Food-Aktionstag und kein offizieller Gesundheits- oder Ernährungstag. Als Anlass für NutriKunde eignet er sich dennoch hervorragend, um einmal genauer auf Zucker, Süßigkeiten, Zutatenlisten und Nährwertangaben zu schauen.
Der kleine rot-weiße Zuckerstab wird damit zum Ausgangspunkt für eine wichtige Verbraucherfrage:
Nicht nur darauf schauen, wie ein Lebensmittel aussieht oder beworben wird – sondern darauf, was tatsächlich darin steckt.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.