23. Dezember – National Pfeffernüsse Day

NutriKunde-Aktionskalender · 23. Dezember

23. Dezember – National Pfeffernüsse Day

Der 23. Dezember wird in verschiedenen Aktionstagskalendern als National Pfeffernüsse Day geführt. Gemeint sind die kleinen, würzigen Weihnachtsgebäcke, die vor allem aus der deutschen, niederländischen und dänischen Backtradition bekannt sind. Der Aktionstag wird jährlich am 23. Dezember dokumentiert.

Der Tag ist kein offizieller internationaler Ernährungs- oder Gesundheitstag. Auch der genaue Ursprung des Aktionstags ist nicht eindeutig geklärt. National Day Calendar gibt die Herkunft des Aktionstags selbst als ungeklärt an.

Für NutriKunde ist der Anlass trotzdem interessant: Eine kleine Pfeffernuss kann zum Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Fragen rund um Gewürze, Zucker, Mehl, Nüsse und Weihnachtsgebäck werden.

Was sind Pfeffernüsse?

Pfeffernüsse sind kleine, meist runde Gewürzkekse beziehungsweise Gewürzgebäcke.

Je nach Rezept können unter anderem Mehl, Zucker oder Honig, Nüsse beziehungsweise Mandeln, Eier und verschiedene Gewürze enthalten sein. Typisch sind beispielsweise Zimt, Kardamom, Nelken, Anis und Pfeffer. Manche Varianten werden nach dem Backen mit Puderzucker überzogen.

Die genaue Rezeptur ist allerdings keineswegs einheitlich.

Warum heißen Pfeffernüsse eigentlich Pfeffernüsse?

Der Name wird gewöhnlich mit dem deutschen Begriff „Pfeffernüsse“ beziehungsweise dem niederländischen „pepernoten“ in Verbindung gebracht.

Dabei ist der Name etwas irreführend:

Pfeffernüsse müssen nicht unbedingt Nüsse enthalten.

Auch der Pfeffer ist je nach Rezept unterschiedlich stark vertreten oder teilweise gar nicht enthalten. Der Begriff bezeichnet deshalb nicht einfach einen Keks mit Pfeffer und Nüssen, sondern gehört zur historischen Bezeichnung des Gebäcks.

Welche Gewürze stecken typischerweise darin?

Das hängt vom jeweiligen Rezept ab.

Häufig sind:

  • Zimt
  • Kardamom
  • Nelken
  • Anis
  • Ingwer
  • Muskat
  • schwarzer Pfeffer

Das BZfE nennt Zimt, Sternanis, Kardamom und Gewürznelken als typische Wintergewürze und weist darauf hin, dass insbesondere Gewürznelken auch in Weihnachtsgebäck wie Pfeffernüssen und Lebkuchen eingesetzt werden.

Die Gewürze sorgen dabei in erster Linie für Aroma und Geschmack.

Sind Pfeffernüsse wegen der Gewürze besonders gesund?

Das sollte nicht aus dem Namen oder der Gewürzmischung abgeleitet werden.

Gewürze enthalten zwar zahlreiche aromatische und bioaktive Pflanzenstoffe. Die Mengen, die mit einigen Pfeffernüssen aufgenommen werden, sind jedoch nicht mit einer gezielten therapeutischen Anwendung eines Pflanzenstoffs gleichzusetzen.

Ein Gewürzkeks bleibt deshalb vor allem eines:

ein süßes Gebäck.

Ist Pfeffer in Pfeffernüssen scharf?

Nicht unbedingt.

Die verwendete Pfeffermenge ist häufig relativ gering und wird von anderen Gewürzen überlagert. Außerdem unterscheiden sich die Rezepturen deutlich.

Der Pfeffer kann deshalb eher eine würzige, leicht warme Geschmacksnote beitragen, ohne dass die Pfeffernüsse tatsächlich scharf schmecken müssen.

Enthalten Pfeffernüsse Zucker?

In den meisten klassischen Rezepturen ja.

Neben Zucker können auch Honig, Sirup oder andere süßende Zutaten verwendet werden. Dadurch kann der Zuckergehalt je nach Rezept erheblich variieren.

Das ist gerade bei Weihnachtsgebäck interessant: Eine Zutat wie Honig oder Sirup macht ein Gebäck nicht automatisch zu einer ernährungsphysiologisch günstigeren Alternative zu Haushaltszucker.

Die DGE weist ausdrücklich darauf hin, dass Honig, Agavendicksaft, Vollrohrzucker und andere entsprechende Süßungsmittel gegenüber Haushaltszucker keinen gesundheitlichen Vorteil bieten. Entscheidend ist die Gesamtmenge an freien Zuckern.

Sind Pfeffernüsse nährstoffreich?

Das hängt vom Rezept ab.

Enthalten die Pfeffernüsse beispielsweise Mandeln oder andere Nüsse, kommen dadurch zusätzliche Nährstoffe hinzu. Auch ein Vollkornanteil kann den Gehalt an Ballaststoffen und bestimmten Mikronährstoffen erhöhen.

Gleichzeitig enthalten klassische Weihnachtsgebäcke häufig beträchtliche Mengen an Zucker und Fett. Die DGE ordnet Süßigkeiten und süßes Gebäck deshalb grundsätzlich den Lebensmitteln zu, die häufig viele Kalorien, aber vergleichsweise wenige essenzielle Nährstoffe liefern.

Deshalb sollte eine einzelne Zutat nicht über die Eigenschaften des gesamten Gebäcks entscheiden.

Kann man Pfeffernüsse mit weniger Zucker backen?

Ja.

Das BZfE weist darauf hin, dass sich die Zuckermenge bei vielen Plätzchenrezepten deutlich reduzieren lässt. Gleichzeitig können Gewürze wie Zimt, Nelken und Vanille das Aroma verstärken, sodass weniger Süße nicht zwangsläufig weniger Geschmack bedeutet.

Bei Pfeffernüssen ist das besonders interessant, weil das typische Aroma ohnehin stark von der Gewürzmischung geprägt wird.

Kann Vollkornmehl verwendet werden?

Je nach Rezept lässt sich ein Teil des hellen Mehls durch Vollkornmehl ersetzen.

Das BZfE nennt Vollkornmehl ausdrücklich als Möglichkeit für die Weihnachtsbäckerei und weist darauf hin, dass Vollkorn mehr Ballaststoffe sowie mehr Vitamine und Mineralstoffe enthält als helles Mehl. Bei der Umstellung kann allerdings etwas mehr Flüssigkeit erforderlich sein.

Damit wird aus einer traditionellen Rezeptur ein interessantes kleines Experiment für die Küche.

Was bedeutet „traditionelles Rezept“ bei Pfeffernüssen?

Hier ist Vorsicht mit pauschalen Aussagen angebracht.

Die eine verbindliche Pfeffernuss-Rezeptur gibt es nicht.

Es existieren unterschiedliche regionale und familiäre Varianten. Manche enthalten Nüsse, andere nicht; manche verwenden Pfeffer, andere konzentrieren sich stärker auf andere Gewürze. Auch Glasur und Konsistenz können variieren.

Das macht Pfeffernüsse zu einem guten Beispiel dafür, wie sich traditionelle Lebensmittel über Regionen und Generationen verändern können.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee: Die Pfeffernuss-Rezeptwerkstatt

Heute können zwei Pfeffernuss-Rezepte miteinander verglichen werden.

Zum Beispiel:

Rezept A: klassisches Rezept
Rezept B: Variante mit weniger Zucker oder höherem Vollkornanteil

Anschließend werden fünf Punkte verglichen:

  1. Mehl beziehungsweise Getreide
  2. Zucker und andere Süßungsmittel
  3. Fett
  4. Nüsse oder Mandeln
  5. Gewürzmischung

Besonders spannend ist anschließend ein kleiner Geschmackstest:

Welche Variante schmeckt trotz weniger Zucker noch ausreichend süß und aromatisch?

So wird aus dem Aktionstag ein kleines Experiment über Rezeptgestaltung und Geschmack.

💡 Was bleibt vom 23. Dezember?

Pfeffernüsse zeigen sehr schön, dass ein Lebensmittel mehr ist als seine einzelne Zutat.

Gewürze sorgen für Aroma, Mehl liefert vor allem Kohlenhydrate, Nüsse können zusätzliche Nährstoffe beitragen – gleichzeitig können Zucker und Fett die Energiedichte des Gebäcks erhöhen.

Und noch etwas wird deutlich:

„Mit Honig“, „mit Gewürzen“ oder „mit Nüssen“ bedeutet nicht automatisch „gesund“.

Entscheidend ist immer die gesamte Rezeptur.

NutriKunde-Fazit

Der National Pfeffernüsse Day ist ein jährlich wiederkehrender, inoffizieller Food-Aktionstag, der in mehreren unabhängigen Kalendern dokumentiert wird. Sein genauer Ursprung ist allerdings nicht eindeutig geklärt.

Für NutriKunde bietet er dennoch einen schönen Einstieg in die Welt der Weihnachtsgewürze, Backzutaten, Zucker und Rezeptgestaltung.

Pfeffernüsse müssen dabei weder zum „gesunden Weihnachtsgebäck“ erklärt noch grundsätzlich verteufelt werden.

Interessanter ist die Frage:

Was steckt tatsächlich im Rezept – und wie verändert sich das Ergebnis, wenn einzelne Zutaten angepasst werden?

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.