NutriKunde-Aktionskalender · 28. Dezember
28. Dezember – National Chocolate Candy Day
Der 28. Dezember wird als „National Chocolate Candy Day“ geführt – ein US-amerikanischer Food-Aktionstag rund um Schokolade und Schokoladen-Süßwaren. Der Termin findet jährlich am 28. Dezember statt und wird von mehreren unabhängigen Aktionstags- und Food-Kalendern dokumentiert. Die genaue Entstehung des Tages ist allerdings nicht eindeutig geklärt.
Für NutriKunde ist das ein guter Anlass, Schokolade einmal nicht nur als Süßigkeit, sondern als Lebensmittel mit einer interessanten Zusammensetzung zu betrachten.
Denn Schokolade besteht je nach Sorte aus unterschiedlichen Anteilen von Kakaoerzeugnissen, Zucker und Fett. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung.
Was ist eigentlich Schokolade?
Schokolade wird aus Kakaoerzeugnissen hergestellt. Zu den wichtigen Bestandteilen gehören insbesondere Kakaomasse beziehungsweise Kakaotrockenmasse, Kakaobutter und Zucker. Je nach Sorte kommen beispielsweise Milchbestandteile oder weitere Zutaten hinzu.
Bei weißer Schokolade fehlt die Kakaomasse; sie enthält stattdessen Kakaobutter als Kakaobestandteil.
Was unterscheidet Vollmilch-, Zartbitter- und weiße Schokolade?
Der wesentliche Unterschied liegt unter anderem in den verwendeten Kakao- und Milchbestandteilen sowie im Zucker- und Fettanteil.
Zartbitterschokolade enthält normalerweise einen höheren Kakaoanteil als Milchschokolade. Weiße Schokolade enthält keine Kakaomasse und unterscheidet sich deshalb deutlich von dunkleren Sorten.
Der Begriff „dunkel“ bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Produkt wenig Zucker oder wenig Energie enthält.
Ist dunkle Schokolade automatisch gesund?
Nein.
Dunkle Schokolade kann zwar einen höheren Anteil an Kakao und damit an bestimmten sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass Schokolade generell ein Gesundheitsmittel ist.
Die DGE ordnet Süßigkeiten wie Schokolade grundsätzlich als Lebensmittel ein, die viel Energie und vergleichsweise wenig lebensnotwendige Nährstoffe liefern können. Gleichzeitig bleibt Raum für kleine Extras innerhalb einer insgesamt ausgewogenen Ernährung.
Warum schmeckt Schokolade so angenehm?
Das Zusammenspiel von Zucker und Fett beeinflusst unter anderem das Belohnungssystem. Auch das charakteristische Schmelzen der Schokolade im Mund trägt zum Geschmackserlebnis bei. Das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass die häufig verbreitete Vorstellung von Schokolade als einfachem „Glückshormon-Lieferanten“ zu kurz greift.
Auch die physikalischen Eigenschaften von Kakaobutter spielen beim typischen Mundgefühl eine wichtige Rolle.
Enthält Schokolade viel Fett?
Je nach Sorte und Produkt kann der Fettgehalt beträchtlich sein. Die DGE nennt Schokolade als Beispiel für ein Lebensmittel mit einem hohen Fettgehalt. Fett liefert mit 9 Kilokalorien pro Gramm besonders viel Energie.
Deshalb kann bereits eine relativ kleine Menge Schokolade vergleichsweise viel Energie liefern.
Worauf lohnt sich beim Einkauf zu achten?
Ein Blick auf Zutatenliste und Nährwerttabelle kann mehr verraten als die Vorderseite der Verpackung.
Interessant sind beispielsweise:
- Kakaoanteil
- Zucker
- Fett
- gesättigte Fettsäuren
- Zutaten wie Nüsse, Karamell oder Füllungen
- Portionsgröße
Ein hoher Kakaoanteil allein macht ein Produkt nicht automatisch zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Wahl.
Ist Schokolade grundsätzlich verboten?
Nein.
Eine ausgewogene Ernährung muss nicht bedeuten, dass Süßigkeiten vollständig ausgeschlossen werden. Die DGE sieht ausdrücklich Raum für kleine Extras wie Süßigkeiten und Knabbereien, sofern die Ernährung insgesamt ausgewogen ist.
Entscheidend sind deshalb Gesamtbild, Menge und Häufigkeit – nicht die Frage, ob ein einzelnes Lebensmittel pauschal „gut“ oder „schlecht“ ist.
🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee
Der Schokoladen-Etikettencheck
Heute werden zwei oder drei unterschiedliche Schokoladenprodukte miteinander verglichen.
Zum Beispiel:
Vollmilch – Zartbitter – weiße Schokolade
Auf der Rückseite werden jeweils folgende Angaben notiert:
Kakaoanteil · Zucker · Fett · gesättigte Fettsäuren
Anschließend kann die tatsächliche Portionsgröße betrachtet werden.
Die spannende Frage lautet:
Unterscheidet sich das, was die Vorderseite verspricht, tatsächlich von dem, was die Nährwerttabelle zeigt?
Kleine Geschmacksprüfung
Anschließend können kleine Stücke verschiedener Schokoladensorten langsam probiert werden.
Nicht bewertet werden muss, welche „die beste“ ist.
Interessanter sind drei Beobachtungen:
Süße · Kakaoaroma · Mundgefühl
So wird aus einem Food-Aktionstag ein kleiner Lebensmittel- und Sinnescheck.
💡 Was bleibt vom 28. Dezember?
Schokolade darf Genuss sein – aber Genuss und Gesundheitsversprechen sind zwei verschiedene Dinge.
Ein höherer Kakaoanteil kann die Zusammensetzung verändern, macht Schokolade aber nicht automatisch zu einem Gesundheitsprodukt.
Wer die Zutatenliste und Nährwertangaben betrachtet, bekommt ein wesentlich genaueres Bild davon, was tatsächlich im Produkt steckt.
NutriKunde-Fazit
Der 28. Dezember – National Chocolate Candy Day ist ein jährlich wiederkehrender, in verschiedenen Kalendern dokumentierter Food-Aktionstag aus den USA. Seine genaue Entstehung ist nicht eindeutig geklärt; ein offizieller internationaler Gesundheitstag ist er nicht.
Für NutriKunde bietet er trotzdem einen guten Anlass, Schokolade sachlich unter die Lupe zu nehmen.
Denn zwischen Genuss, Lebensmittelkunde und Gesundheitsversprechen liegen manchmal mehr Unterschiede, als die Verpackung vermuten lässt.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.