National Carbonated Beverage With Caffeine Day

19. November – National Carbonated Beverage With Caffeine Day

Prickelnd, süß und anregend: Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke verbinden zwei Eigenschaften, die viele Menschen kennen – Kohlensäure und Koffein.

Der National Carbonated Beverage With Caffeine Day findet jedes Jahr am 19. November statt und ist ein vor allem in den USA verbreiteter, inoffizieller Food-Aktionstag.

Für NutriKunde ist der Tag besonders interessant, weil sich daran gleich mehrere Themen erklären lassen: Kohlensäure, Koffein, Zucker, Süßstoffe, Säuren, Aromen, Flüssigkeitszufuhr und Energiedichte.

Und vor allem zeigt dieser Aktionstag, warum „Getränk“ nicht gleich „Getränk“ ist.

Was ist ein kohlensäurehaltiges Getränk?

Bei einem kohlensäurehaltigen Getränk ist Kohlendioxid (CO₂) unter Druck im Getränk gelöst.

Solange die Flasche oder Dose geschlossen ist, bleibt ein großer Teil des Gases im Getränk.

Beim Öffnen fällt der Druck ab.

Das gelöste Kohlendioxid kann entweichen und bildet die bekannten Bläschen.

Genau dieses Entweichen des Gases sorgt für das typische Prickeln.

Warum prickelt Kohlensäure auf der Zunge?

Kohlensäure ist nicht einfach nur ein Gas mit Bläschen.

Ein Teil des gelösten Kohlendioxids reagiert mit Wasser und bildet Kohlensäure.

Diese ist allerdings nur ein Teil des gesamten Säure- und Kohlendioxidgleichgewichts im Getränk.

Beim Trinken entstehen auf der Zunge und im Mund kleine Gasbläschen und chemische Reize.

Das Gehirn interpretiert diese Kombination als charakteristisches Prickeln und Frischegefühl.

Deshalb fühlt sich ein stark gekühltes, kohlensäurehaltiges Getränk anders an als dasselbe Getränk ohne Kohlensäure.

Was macht Koffein im Getränk?

Koffein ist ein psychoaktiver Wirkstoff, der das zentrale Nervensystem stimuliert.

Es kann unter anderem die Aufmerksamkeit und Wachheit beeinflussen.

Koffein kommt natürlicherweise beispielsweise in Kaffee, Tee und Kakao vor und kann Getränken auch zugesetzt werden.

Bei Cola-Getränken stammt das Koffein je nach Rezeptur aus unterschiedlichen Quellen beziehungsweise wird zugesetzt.

Der tatsächliche Koffeingehalt kann sich deshalb von Produkt zu Produkt erheblich unterscheiden.

Koffein ist nicht nur in Kaffee

Wer seinen Koffeinkonsum beurteilen möchte, sollte nicht nur an Kaffee denken.

Koffein kann beispielsweise enthalten sein in:

  • Kaffee
  • Tee
  • Cola
  • Energy-Drinks
  • Mate-Getränken
  • Kakao und Schokolade
  • bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln

Entscheidend ist deshalb die Gesamtmenge über den Tag.

Wie viel Koffein steckt in einer Cola?

Das lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten.

Der Koffeingehalt hängt von Marke, Rezeptur und Portionsgröße ab.

Eine Dose kann deshalb deutlich weniger oder mehr Koffein enthalten als eine Tasse Kaffee.

Wer es genau wissen möchte, sollte die Angaben des jeweiligen Produkts prüfen.

Besonders wichtig ist der Vergleich pro 100 Milliliter und pro Portion.

Warum wirkt Koffein bei Menschen unterschiedlich?

Koffein wird nicht bei allen Menschen gleich schnell verarbeitet.

Eine Rolle spielen unter anderem:

  • individuelle Stoffwechselunterschiede
  • Gewöhnung
  • Körpergröße und Körpergewicht
  • Einnahmezeitpunkt
  • andere koffeinhaltige Lebensmittel
  • bestimmte Medikamente
  • Schwangerschaft

Auch die Empfindlichkeit gegenüber Koffein unterscheidet sich.

Während eine Person nach einem koffeinhaltigen Getränk kaum etwas bemerkt, kann eine andere deutlich stärker reagieren.

Was passiert bei zu viel Koffein?

Eine hohe Koffeinaufnahme kann unter anderem zu

Nervosität, Unruhe, Herzklopfen, Schlafproblemen oder Magen-Darm-Beschwerden

führen.

Besonders relevant ist der Zeitpunkt des Konsums.

Koffein kann noch längere Zeit im Körper wirksam sein.

Wer spät am Tag koffeinhaltige Getränke konsumiert, kann deshalb möglicherweise schlechter einschlafen oder weniger erholsam schlafen.

Wie viel Koffein gilt als viel?

Für gesunde Erwachsene wird eine tägliche Koffeinaufnahme von bis zu etwa 400 Milligramm im Allgemeinen als unbedenklich angesehen.

Für Schwangere wird eine niedrigere Grenze von 200 Milligramm pro Tag empfohlen.

Dabei geht es um die gesamte Koffeinaufnahme aus allen Quellen.

Diese Werte sind keine Aufforderung zum Konsum und keine individuelle Empfehlung.

Menschen mit besonderer Empfindlichkeit oder bestimmten gesundheitlichen Situationen können andere Grenzen benötigen.

Und was macht der Zucker?

Bei klassischen koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken ist Zucker häufig ein zentraler Bestandteil.

Zucker liefert schnell verfügbare Energie.

Ein Getränk kann dadurch relativ viel Energie liefern, obwohl es kaum sättigt.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen flüssigen Kalorien und festen Lebensmitteln.

Ein Glas zuckerhaltige Limonade kann beispielsweise schnell getrunken werden, ohne dass das gleiche Sättigungsgefühl entsteht wie bei einer Mahlzeit.

Flüssiger Zucker ist besonders interessant

Bei einem Stück Obst muss der Körper mit einer festen Lebensmittelstruktur umgehen.

Ein zuckerhaltiges Getränk enthält dagegen Zucker bereits in gelöster Form.

Außerdem fehlen – je nach Getränk – Ballaststoffe und andere Bestandteile, die bei ganzen Lebensmitteln vorhanden wären.

Deshalb lohnt sich bei regelmäßigem Konsum ein Blick darauf, wie viele zuckerhaltige Getränke tatsächlich am Tag zusammenkommen.

Zero, Light oder zuckerhaltig?

Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke gibt es in unterschiedlichen Varianten.

Klassische Varianten enthalten Zucker.

Light- oder Zero-Produkte verwenden dagegen meist Süßstoffe anstelle beziehungsweise zur Reduktion von Zucker.

Dadurch können sie deutlich weniger Energie liefern.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle ernährungsphysiologischen Unterschiede verschwinden.

Geschmack, Säure, Koffeingehalt und verwendete Zusatzstoffe können weiterhin variieren.

Was machen Säuren im Getränk?

Viele Erfrischungsgetränke enthalten Säuerungsmittel.

Dazu können beispielsweise Phosphorsäure oder Zitronensäure gehören.

Sie beeinflussen:

  • Geschmack
  • Säuregrad
  • Haltbarkeit
  • Zusammenspiel mit Süße

Die Kombination aus Säure und Zucker ist ein wesentlicher Bestandteil des typischen Geschmacks vieler Softdrinks.

Warum schmeckt Cola trotz Säure süß?

Weil mehrere Geschmackseindrücke gleichzeitig auftreten.

Die Säure liefert Frische und einen sauren Reiz.

Zucker oder Süßstoffe liefern Süße.

Aromen ergänzen das Geschmacksprofil.

Kohlensäure erzeugt zusätzlich das typische Prickeln.

Das Gehirn verarbeitet diese Eindrücke gemeinsam.

Deshalb kann ein Getränk gleichzeitig süß, sauer, prickelnd und aromatisch wirken.

Was steckt sonst noch in einem Softdrink?

Je nach Produkt können enthalten sein:

  • Wasser
  • Kohlendioxid
  • Zucker oder Süßstoffe
  • Säuerungsmittel
  • Aromen
  • Koffein
  • Farbstoffe
  • weitere Zusatzstoffe

Die Zutatenliste zeigt, welche Stoffe tatsächlich enthalten sind.

Dabei ist es sinnvoll, zwischen Zusatzstoffen mit technischer Funktion und gesundheitlicher Bewertung zu unterscheiden.

Ein Zusatzstoff ist nicht automatisch problematisch, nur weil er auf der Zutatenliste steht.

Koffein und Kinder

Kinder reagieren auf Koffein teilweise empfindlicher als Erwachsene.

Für Kinder und Jugendliche sind koffeinhaltige Erfrischungs- und insbesondere Energy-Drinks deshalb ein Thema, bei dem Zurückhaltung sinnvoll ist.

Auch hier ist die Gesamtaufnahme entscheidend.

Koffein aus Cola, Energy-Drinks, Tee, Kaffee, Schokolade oder anderen Quellen kann sich addieren.

Koffein und Energy-Drinks – nicht dasselbe

Koffeinhaltige Softdrinks und Energy-Drinks werden häufig miteinander verglichen.

Energy-Drinks können neben Koffein weitere charakteristische Zutaten enthalten und teilweise höhere Koffeinmengen pro Portion liefern.

Deshalb sollte man nicht einfach von einem Getränk auf das andere schließen.

Koffeingehalt und Portionsgröße prüfen ist die bessere Methode.

Macht Kohlensäure Getränke automatisch ungesund?

Nein.

Kohlensäure selbst ist nicht das entscheidende Kriterium.

Mineralwasser mit Kohlensäure und eine zuckerreiche Cola sind beide kohlensäurehaltig, aber ernährungsphysiologisch völlig unterschiedliche Getränke.

Das zeigt sehr schön:

Ein einzelner Bestandteil bestimmt nicht automatisch die Qualität eines gesamten Lebensmittels.

Bei Softdrinks sind vielmehr die gesamte Rezeptur, der Zucker- beziehungsweise Süßstoffgehalt, Koffein und die konsumierte Menge entscheidend.

Was ist mit Wasser?

Wasser bleibt die wichtigste Grundlage der Flüssigkeitsversorgung.

Kohlensäurehaltiges Wasser kann dabei eine völlig normale Getränkeoption sein.

Wer den Geschmack von Softdrinks mag, kann außerdem Wasser mit Zitronen- oder Orangenscheiben, Kräutern oder ungesüßten Zutaten aromatisieren.

So entsteht ein Getränk mit Geschmack, ohne dass zwangsläufig größere Mengen Zucker oder Süßstoffe enthalten sein müssen.

Warum werden Softdrinks eiskalt getrunken?

Temperatur beeinflusst die Wahrnehmung von Geschmack.

Kälte kann Süße und bestimmte Aromaeindrücke anders erscheinen lassen.

Außerdem kann kalte Flüssigkeit besonders erfrischend wirken.

Kohlensäurehaltige Getränke werden deshalb häufig gut gekühlt serviert.

Interessant ist allerdings, dass sehr kalte Getränke weniger intensiv schmecken können als Getränke mit höherer Temperatur.

Was passiert nach dem Öffnen?

Sobald die Flasche oder Dose geöffnet wird, fällt der Druck ab.

Das Kohlendioxid beginnt zu entweichen.

Wenn das Getränk zusätzlich warm wird oder geschüttelt wird, kann noch mehr Gas entweichen.

Deshalb schmeckt ein lange geöffnetes Getränk häufig schaler.

Die Kohlensäure ist teilweise verloren gegangen.

Warum sollte man eine Flasche nicht schütteln?

Durch Schütteln entstehen viele kleine Gasblasen.

Beim Öffnen kann das gelöste Kohlendioxid dadurch besonders schnell entweichen.

Das kann zu einem regelrechten Schaum- oder Überschäum-Effekt führen.

Ein kleines Beispiel für Physik im Alltag.

Was bedeutet „koffeinhaltig“ auf dem Etikett?

Die Kennzeichnung eines koffeinhaltigen Getränks kann auf den enthaltenen Koffeingehalt hinweisen.

Wer Koffein bewusst begrenzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Produktnamen schauen.

Interessant sind insbesondere:

Koffeinmenge + Portionsgröße + Anzahl der Portionen.

Denn aus einer kleinen Portion können schnell mehrere Portionen pro Tag werden.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

Der große Softdrink-Vergleich

Nimm drei verschiedene koffeinhaltige Getränke.

Vergleiche:

  1. Koffein pro 100 ml
  2. Koffein pro Portion
  3. Zucker pro 100 ml
  4. Zucker pro Portion
  5. Energiegehalt
  6. Säuerungsmittel
  7. Süßstoffe
  8. Portionsgröße

Anschließend kannst du dieselbe Menge Flüssigkeit in Gläser füllen und sichtbar machen, wie unterschiedlich die Zusammensetzung sein kann.

Noch interessanter:

Vergleiche eine zuckerhaltige Variante mit einer zuckerfreien Variante.

So wird aus einem kuriosen Aktionstag ein praktischer Etiketten-Check.

💡 Was bleibt vom National Carbonated Beverage With Caffeine Day?

Der Aktionstag ist ein guter Anlass, zwei völlig unterschiedliche Eigenschaften eines Getränks zusammenzubringen:

Kohlensäure sorgt für das Prickeln – Koffein für die stimulierende Wirkung.

Dazu kommen je nach Produkt Zucker oder Süßstoffe, Säuren und Aromen.

Damit zeigt ein Softdrink sehr deutlich, dass ein Getränk nicht allein nach seinem Namen beurteilt werden sollte.

NutriKunde-Fazit

Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke sind eine Mischung aus Lebensmittelchemie, Getränketechnologie und Geschmack.

Kohlendioxid erzeugt das Prickeln, Koffein wirkt stimulierend, Zucker liefert Energie und Säuren sowie Aromen bestimmen einen großen Teil des Geschmacks.

Wer solche Getränke gelegentlich genießt, kann sie in seine Ernährung einordnen. Bei regelmäßigem Konsum lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf Zucker, Koffein, Portionsgröße und Gesamtmenge.

Denn gerade bei Getränken wird leicht unterschätzt, wie schnell sich mehrere Portionen über den Tag summieren können.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.

Von admin