Aktionstag: Sind Nudeln eigentlich gesund – und macht Vollkorn wirklich einen Unterschied?

25. Oktober – World Pasta Day

Der World Pasta Day findet jedes Jahr am 25. Oktober statt. Der Aktionstag wurde auf dem World Pasta Congress am 25. Oktober 1995 in Rom ins Leben gerufen und wird seit 1998 jährlich begangen. Im Mittelpunkt steht eines der weltweit bekanntesten Getreideprodukte.

Pasta ist dabei weit mehr als Spaghetti mit Tomatensoße. Unterschiedliche Getreidesorten, Mahlgrade, Formen, Zutaten und Zubereitungen führen zu einer großen Vielfalt.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist besonders interessant, welche Pasta gewählt wird und womit sie kombiniert wird.

Was steckt in Nudeln?

Klassische Pasta wird meist aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. Je nach Produkt können weitere Zutaten hinzukommen.

Der wichtigste Nährstoff ist Stärke. Sie gehört zu den Kohlenhydraten und dient dem Körper als Energiequelle.

Vollkornnudeln enthalten zusätzlich größere Mengen an Ballaststoffen sowie mehr Bestandteile des gesamten Getreidekorns.

Die DGE empfiehlt bei Getreideprodukten wie Brot, Reis und Nudeln möglichst häufig die Vollkornvariante. Vollkornprodukte liefern unter anderem mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als stärker ausgemahlene Produkte.

W-Fragen zu Pasta

Was ist Pasta?
Pasta bezeichnet eine große Gruppe von Teigwaren, die vor allem aus Getreide und Wasser hergestellt werden.

Aus welchem Getreide bestehen klassische Nudeln?
Häufig wird Hartweizen beziehungsweise Hartweizengrieß verwendet.

Was liefern Nudeln hauptsächlich?
Vor allem Kohlenhydrate in Form von Stärke.

Sind Nudeln grundsätzlich ungesund?
Nein. Die ernährungsphysiologische Einordnung hängt unter anderem von Sorte, Portion, Zubereitung und den übrigen Bestandteilen der Mahlzeit ab.

Sind Vollkornnudeln nährstoffreicher?
Ja. Durch die Verwendung des gesamten Getreidekorns enthalten sie mehr Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe als stärker ausgemahlene Produkte.

Wie viel Ballaststoffe enthalten Vollkornnudeln?
Die DGE nennt für gekochte Vollkornnudeln ungefähr 5 g Ballaststoffe pro 100 g, während gekochte weiße Nudeln aus Hartweizengrieß etwa 2 g pro 100 g liefern.

Machen Nudeln satt?
Nudeln können zur Sättigung beitragen. Vollkornvarianten enthalten mehr Ballaststoffe und können dadurch länger sättigen.

Sind Nudeln glutenfrei?
Normale Weizennudeln enthalten Gluten. Glutenfreie Varianten können beispielsweise aus Mais, Reis, Hülsenfrüchten oder anderen Rohstoffen hergestellt werden.

Sind glutenfreie Nudeln automatisch gesünder?
Nein. Glutenfreiheit ist vor allem bei bestimmten Erkrankungen oder Unverträglichkeiten relevant und stellt für Menschen ohne entsprechenden Grund keinen allgemeinen gesundheitlichen Vorteil dar.

Was bedeutet „al dente“?
Damit wird Pasta bezeichnet, die bissfest gegart ist.

Verändert das Kochen die Stärke?
Ja. Beim Erhitzen nimmt Stärke Wasser auf und verändert ihre Struktur. Dadurch wird sie für die Verdauung zugänglicher.

Warum kann Pasta nach dem Abkühlen anders wirken?
Beim Abkühlen kann ein Teil der Stärke neu geordnet werden. Dabei kann resistente Stärke entstehen, die im Dünndarm nicht vollständig verdaut wird.

Sind Nudeln mit Tomatensoße eine ausgewogene Mahlzeit?
Das kann eine ausgewogene Kombination sein, insbesondere wenn Gemüse, eine passende Proteinquelle und eine geeignete Fettquelle hinzukommen.

Welche Soßen verändern die Energiedichte besonders stark?
Sehr fettreiche Sahne-, Käse- oder ölreiche Soßen können deutlich mehr Energie liefern als beispielsweise Gemüse- oder Tomatensoßen.

Sind Hülsenfrucht-Nudeln eine Alternative?
Ja. Nudeln aus Linsen, Kichererbsen oder anderen Hülsenfrüchten können mehr Protein und Ballaststoffe liefern als klassische Weizennudeln.

Vollkorn oder klassische Pasta?

Der Unterschied liegt vor allem darin, welche Bestandteile des Getreidekorns verwendet werden.

Beim Vollkorn bleiben Schale und Keimling erhalten. Dadurch steigen unter anderem die Gehalte an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Die DGE empfiehlt, mindestens ein Drittel der Getreideprodukte als Vollkorn zu wählen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass klassische Pasta keinen Platz in einer ausgewogenen Ernährung haben kann.

Pasta ist mehr als die Nudel selbst

Eine Pasta-Mahlzeit besteht normalerweise aus mehreren Komponenten.

Beispielsweise können zusammenkommen:

Nudeln + Gemüse + Hülsenfrüchte oder Fisch/Fleisch + Öl + Kräuter

Dadurch verändert sich die gesamte Mahlzeit erheblich.

Eine große Portion Nudeln mit einer sehr fettreichen Soße besitzt eine andere Energiedichte als eine moderate Portion Vollkornpasta mit viel Gemüse und einer proteinreichen Beilage.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

Ein einfacher Pasta-Vergleich:

Hartweizennudeln – Vollkornnudeln – Linsennudeln

Verglichen werden können:

  • Zutaten
  • Kohlenhydrate
  • Protein
  • Ballaststoffe
  • Garzeit
  • Konsistenz
  • Geschmack
  • Sättigung
  • Preis

So wird aus dem World Pasta Day ein kleiner Lebensmittelvergleich statt nur ein Anlass für ein weiteres Nudelgericht.

💡 Was bleibt vom World Pasta Day?

Nudeln müssen weder als „Dickmacher“ noch als automatisch gesundes Lebensmittel betrachtet werden.

Entscheidend sind Sorte, Menge, Zubereitung und Kombination.

Vollkornnudeln haben ernährungsphysiologische Vorteile, insbesondere durch ihren höheren Ballaststoffgehalt. Gleichzeitig können auch klassische Nudeln Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.

NutriKunde-Fazit

Pasta ist ein vielseitiges Getreideprodukt und vor allem eine Quelle für Kohlenhydrate und Stärke. Vollkornvarianten liefern zusätzlich mehr Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe.

Interessant ist deshalb nicht die Frage, ob Nudeln grundsätzlich „gut“ oder „schlecht“ sind, sondern wie aus Nudeln eine insgesamt ausgewogene Mahlzeit entsteht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.

Von admin