26. Dezember: Aktionstag für Weihnachtsreste, Süßigkeiten und internationale Festkultur
Der 26. Dezember ist ein besonderer Tag zwischen Weihnachten und Jahreswechsel. In Deutschland ist er der Zweite Weihnachtsfeiertag, in Österreich der Stefanitag, in Großbritannien und zahlreichen Ländern des Commonwealth der Boxing Day. Gleichzeitig beginnt am 26. Dezember mit Kwanzaa eine siebentägige Kultur- und Familienfeier, und in den USA findet der informelle National Candy Cane Day statt. (Zeit und Datum)
Damit verbindet dieser eine Kalendertag erstaunlich unterschiedliche Themen: Familie und Ruhe, Resteessen und bewusster Umgang mit Lebensmitteln, Süßigkeiten und Kindheitserinnerungen, christliche Traditionen sowie internationale Festkultur.
Gerade nach dem oft aufwendigen Heiligabend und ersten Weihnachtsfeiertag muss am 26. Dezember nicht schon wieder ein großes Festessen auf dem Tisch stehen. Im Gegenteil: Der Tag eignet sich hervorragend dafür, vorhandene Lebensmittel neu zusammenzustellen, sich Zeit zu lassen und aus dem „Was ist noch da?“ eine kleine kulinarische Entdeckungsreise zu machen.
Der Zweite Weihnachtsfeiertag: ein Tag zwischen Fest und Alltag
In Deutschland ist der 26. Dezember ein gesetzlicher Feiertag und wird als Zweiter Weihnachtsfeiertag bezeichnet. Das Datum bleibt jedes Jahr gleich. 2026 fällt der Tag auf einen Samstag. (Zeit und Datum)
Kirchlich ist der 26. Dezember allerdings dem heiligen Stephanus gewidmet. Deshalb trägt der Tag beispielsweise in Österreich den Namen Stefanitag. Auch in Teilen der Schweiz und in anderen europäischen Ländern steht Stephanus im Mittelpunkt. (Zeit und Datum)
Für viele Familien ist der zweite Feiertag weniger formell als der 24. oder 25. Dezember. Ein Spaziergang, ein Besuch bei Verwandten, gemeinsames Kaffeetrinken oder ein unkompliziertes Essen gehören vielerorts zum Tag. Gerade diese Mischung aus Feiertag und langsam wiederkehrendem Alltag macht den 26. Dezember für einen NutriKunde-Aktionstag interessant.
Essen & Trinken: Heute darf die Resteküche glänzen
Nach Weihnachten befinden sich in vielen Haushalten noch Kartoffeln, Gemüse, Bratenreste, Geflügel, Käse, Brot, Salate oder Beilagen im Kühlschrank.
Das ist kein kulinarisches Problem, sondern eine Einladung zur Kreativität.
Aus Kartoffeln und Gemüse wird eine Pfanne, aus Fleischresten eine Füllung für Wraps oder eine Suppe, aus Brot werden Croûtons oder ein Auflauf. Käsereste können eine Gemüsepfanne oder Ofenkartoffeln verfeinern.
Auch international ist der Tag nach Weihnachten eng mit Resten verbunden. Für den britischen Boxing Day sind Gerichte aus übrig gebliebenen Weihnachtszutaten geradezu typisch. Als Beispiele werden unter anderem Sandwiches, Currys oder „bubble and squeak“ genannt – eine Pfannenzubereitung aus Kartoffeln und Gemüse. (rctcbc.gov.uk)
Rezeptidee: Weihnachts-Reste-Pfanne
Für zwei Personen können beispielsweise verwendet werden:
- gekochte Kartoffeln
- übrig gebliebenes Gemüse
- etwas Braten-, Geflügel- oder vegetarischer Rest
- eine kleine Zwiebel
- etwas Öl
- Kräuter
- nach Geschmack Käse
- Pfeffer und wenig Salz
Kartoffeln und Zwiebeln in einer Pfanne anbraten. Gemüse und Fleisch- oder Gemüsealternative dazugeben und alles gut erhitzen. Zum Schluss können Kräuter und etwas Käse darübergegeben werden.
Wer keine Fleischreste hat, kann die Pfanne beispielsweise mit Bohnen, Linsen oder einem Ei ergänzen.
So entsteht aus verschiedenen kleinen Resten ein völlig neues Gericht.
Wichtig bei Weihnachtsresten
Nicht jedes Lebensmittel sollte einfach mehrere Tage weiterverwendet werden. Empfindliche Speisen gehören zügig gekühlt und sollten nicht unnötig lange aufbewahrt werden. Beim Aufwärmen sollte darauf geachtet werden, dass die Speise vollständig durchgehend heiß wird.
Der 26. Dezember kann deshalb auch ein guter Tag sein, einmal kritisch durch den Kühlschrank zu schauen: Was muss heute gegessen werden? Was kann eingefroren werden? Was sollte besser nicht mehr verwendet werden?
Boxing Day: Wenn aus Resten eine Tradition wird
Der Begriff Boxing Day klingt zunächst nach Boxsport. Tatsächlich hat er damit nichts zu tun.
Über die Herkunft des Namens gibt es mehrere Erklärungen. Eine bekannte historische Deutung bezieht sich auf sogenannte Christmas Boxes – Geschenke, Geld oder Lebensmittel, die Beschäftigte und Dienstboten nach den Weihnachtsfeiertagen erhielten. Auch die Verteilung von Almosen und Lebensmittelspenden wird mit der Entwicklung des Brauchs in Verbindung gebracht. (Time and Date)
Heute ist der Boxing Day unter anderem im Vereinigten Königreich ein gesetzlicher Feiertag. Fällt der 26. Dezember auf ein Wochenende, gibt es dort je nach Regelung einen Ersatzfeiertag an einem Werktag. (GOV.UK)
Kulinarisch interessant ist vor allem die Idee, dass nach dem großen Weihnachtsessen nicht automatisch das nächste große Menü folgen muss.
Resteessen kann Tradition sein.
Candy Cane Day: Was steckt hinter der Zuckerstange?
Der National Candy Cane Day findet jedes Jahr am 26. Dezember statt. Er gehört zu den informellen amerikanischen Food Days und ist kein offizieller staatlicher Feiertag. Der Nibble führt ihn ebenfalls ausdrücklich für den 26. Dezember. (The Nibble)
Die klassische Candy Cane ist eine rot-weiß gestreifte, gebogene Zuckerstange, häufig mit Pfefferminzgeschmack.
Über ihre Entstehung existieren zahlreiche Geschichten. Besonders bekannt ist die Erzählung, die Farben und Form mit christlicher Symbolik verbindet. Für diese konkrete Ursprungsgeschichte gibt es jedoch keine belastbaren historischen Belege. Das Smithsonian weist ausdrücklich darauf hin, dass viele der populären Erklärungen zur Entstehung der Candy Cane erst nachträglich entstanden oder nicht belegt sind. (Smithsonian Magazin)
Belegt ist dagegen, dass gerade Zuckerstangen und harte Zuckerbonbons schon lange vor der modernen Candy Cane existierten. Die rot-weiße gestreifte Form setzte sich erst später durch. (National Day Calendar)
Candy Cane als Erinnerung statt als Gesundheitsbotschaft
Für NutriKunde muss eine Süßigkeit nicht zum „gesunden Lebensmittel“ erklärt werden.
Eine Candy Cane besteht im Wesentlichen aus Zucker und ist deshalb schlicht eine Süßigkeit.
Interessanter ist die Frage:
Welche Erinnerungen hängen an bestimmten Weihnachtsleckereien?
Für viele Menschen sind Zuckerstangen, Pfefferminzbonbons, gebrannte Mandeln, Lebkuchen oder bestimmte Weihnachtsplätzchen mit Kindheit, Familie und früheren Festen verbunden.
Genuss darf auch Erinnerung sein.
Eine kleine internationale Reise: Kwanzaa beginnt
Am 26. Dezember beginnt Kwanzaa, eine siebentägige Feier, die bis zum 1. Januar dauert. Sie wurde 1966 von Maulana Karenga begründet und würdigt afrikanisches beziehungsweise afroamerikanisches Erbe, Familie, Gemeinschaft und kulturelle Identität. (Afrikanisches Museum)
Jeder Tag ist einem der sieben Prinzipien, den Nguzo Saba, gewidmet. Dazu gehören unter anderem Gemeinschaft, Selbstbestimmung, gemeinsame Verantwortung, Zweck, Kreativität und Glaube. (Afrikanisches Museum)
Für NutriKunde ist dabei vor allem der Gedanke interessant, dass Essen nicht nur Nährstoffe liefert.
Essen kann Geschichte, Herkunft, Familie und Gemeinschaft ausdrücken.
Kwanzaa ist deshalb kein Anlass, ein angeblich „typisches Kwanzaa-Menü“ zu erfinden. Die kulinarischen Traditionen sind vielfältig und individuell. Interessanter ist es, nach der eigenen Familiengeschichte zu fragen: Welche Speisen erzählen etwas über die Herkunft einer Familie?
Junkanoo auf den Bahamas: Wenn der zweite Weihnachtstag laut wird
Während es in Deutschland am 26. Dezember häufig eher ruhig zugeht, beginnt auf den Bahamas eines der farbenprächtigsten Feste der Region: Junkanoo.
Die großen Paraden finden am Boxing Day und am Neujahrsmorgen statt. Musik, Tanz, farbenprächtige Kostüme, Kuhglocken, Hörner und Ziegenfelltrommeln gehören zu diesem kulturellen Ereignis. Die offizielle Tourismusorganisation der Bahamas beschreibt Junkanoo als wichtigen Bestandteil der bahamaischen Kultur. (The Islands of The Bahamas)
Auch die historische Entstehung ist nicht vollständig geklärt. Die bahamaische Regierung verweist auf verschiedene Theorien und auf Wurzeln in der Geschichte der afrikanischen Bevölkerung und der Sklaverei. (govnet.bs)
Damit zeigt der 26. Dezember besonders schön, wie unterschiedlich derselbe Kalendertag erlebt werden kann: Hier ein ruhiger Feiertag mit Restessen, dort eine große öffentliche Kulturveranstaltung.
Essen als kulturelles Gedächtnis
Der 26. Dezember eignet sich deshalb für eine kleine Familienforschung.
Nicht kompliziert und ohne alte Dokumente durchsuchen zu müssen.
Einfach fragen:
- Was gab es früher am zweiten Weihnachtsfeiertag?
- Gab es ein bestimmtes Gericht?
- Wurde am 26. Dezember Verwandtschaft besucht?
- Gab es ein spezielles Brot?
- Welche Süßigkeit gehörte unbedingt zu Weihnachten?
- Was wurde aus den Resten vom Festessen?
- Gibt es ein Rezept, das heute kaum noch jemand kennt?
Solche Antworten sind ein Stück Alltagsgeschichte.
Eine besondere österreichische Tradition: Störibrot
Am Stefanitag gibt es in Teilen Österreichs eine bemerkenswerte kulinarische Tradition: das Störibrot.
Dabei handelt es sich um ein traditionelles Brot, das häufig mit Anis gewürzt wird. Besonders in Oberösterreich ist es mit dem Stefanitag verbunden. Der Anschnitt und das gemeinsame Essen des Brotes gehören zu überliefertem Brauchtum. (Zeit und Datum)
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein Lebensmittel mehr sein kann als eine Beilage.
Ein Brot kann ein Datum markieren.
Ein bestimmter Duft kann an die Großeltern erinnern.
Und ein Rezept kann eine Verbindung zwischen mehreren Generationen herstellen.
DIY-Idee: Das Weihnachtsreste-Rezeptblatt
Aus den Resten des diesjährigen Weihnachtsessens kann ein eigenes Rezept entstehen.
Dazu ein Blatt Papier oder eine Notiz im digitalen Rezeptordner anlegen:
„Unser Weihnachtsreste-Gericht 2026“
Darunter notieren:
- Welche Reste wurden verwendet?
- Was wurde zusätzlich gekauft?
- Welche Gewürze kamen hinein?
- Wie wurde das Gericht zubereitet?
- Was hat besonders gut funktioniert?
- Was sollte beim nächsten Mal anders gemacht werden?
Vielleicht entsteht daraus irgendwann eine kleine persönliche Sammlung:
„Unsere Gerichte zwischen Weihnachten und Neujahr“
Mitmach-Aktion: Ein Familienrezept retten
Am 26. Dezember eine Person aus der Familie nach einem alten Rezept fragen.
Nicht nur nach Zutaten.
Auch nach der Geschichte dahinter:
Wer hat es gekocht? Wann wurde es gegessen? Warum wurde es gerade an Weihnachten oder zwischen den Jahren zubereitet?
Wenn das Rezept noch existiert, kann es fotografiert oder abgeschrieben werden.
Wenn es nur noch aus Erinnerungen besteht, wird es gemeinsam rekonstruiert.
Gerade solche Rezepte sind oft wertvoller als perfekt dokumentierte Kochbuchrezepte.
Ernährung ab 60: Nach den Festtagen nicht übertreiben
Nach mehreren üppigen Mahlzeiten entsteht schnell der Gedanke, nun müsse ein radikaler „Neustart“ erfolgen.
Das ist nicht notwendig.
Nach den Feiertagen reicht häufig eine Rückkehr zu normalen Mahlzeiten:
- Gemüse und Obst einbauen
- ausreichend trinken
- Eiweißquellen berücksichtigen
- Vollkornprodukte und Kartoffeln nutzen
- Reste sinnvoll verwerten
- Süßigkeiten wieder auf normale Mengen reduzieren
- Bewegung in den Alltag bringen
Ein Spaziergang nach dem Essen kann dabei genauso wertvoll sein wie eine komplizierte Ernährungsregel.
Gerade im höheren Lebensalter sollte die Ernährung nicht nur möglichst kalorienarm, sondern auch ausreichend nährstoffreich und alltagstauglich sein.
Die kleine Küchen-Challenge für den 26. Dezember
Heute werden drei vorhandene Lebensmittel ausgewählt.
Zum Beispiel:
Kartoffeln + Gemüse + Käse
oder
Brot + Gemüse + Ei
oder
Obst + Joghurt + Nüsse
Daraus wird eine kleine Mahlzeit entwickelt.
Die Aufgabe lautet nicht:
„Was kann weg?“
Sondern:
„Was kann daraus werden?“
Das verändert den Blick auf Lebensmittelreste.
Noch mehr Ideen für den 26. Dezember
- Eine Candy Cane bewusst als kleine Süßigkeit genießen und dabei über ihre Geschichte sprechen.
- Einen Spaziergang nach dem Feiertagsessen machen.
- Einen Kühlschrank-Restetag einlegen.
- Übrig gebliebenes Brot zu Croûtons oder einem Auflauf verarbeiten.
- Eine Familienrezept-Geschichte aufnehmen.
- Ein altes Weihnachtsrezept digitalisieren.
- Eine internationale Weihnachts- oder Wintertradition kennenlernen.
- Kwanzaa und seine sieben Prinzipien kennenlernen.
- Eine Junkanoo-Parade der Bahamas virtuell anschauen.
- Einen besonders gelungenen Weihnachtsrest für das nächste Jahr notieren.
- Ein Familienmitglied anrufen, das an den Feiertagen nicht dabei sein konnte.
Was bleibt vom 26. Dezember?
Der 26. Dezember muss kein zweiter großer Weihnachtstag mit noch mehr Essen sein.
Er kann ein Übergangstag sein.
Ein Tag für Reste, Erinnerungen, Spaziergänge und Gespräche.
Ein Tag, an dem ein übrig gebliebenes Stück Gemüse wichtiger sein kann als ein neues Festmenü.
Und ein Tag, an dem deutlich wird, wie unterschiedlich Menschen auf der Welt denselben Kalendertermin mit Leben füllen: als Zweiten Weihnachtsfeiertag, Stefanitag, Boxing Day, Beginn von Kwanzaa oder als Tag einer spektakulären Junkanoo-Parade auf den Bahamas. (Zeit und Datum)
Vielleicht ist genau das die schönste Idee für den 26. Dezember:
Nicht noch mehr machen müssen – sondern aus dem, was bereits da ist, etwas Gutes machen.
Kurz & praktisch: Die besten Ideen für den 26. Dezember
- Weihnachtsreste kreativ verwerten
- Kühlschrank kontrollieren
- Reste sicher lagern
- Kartoffel-Gemüse-Pfanne zubereiten
- Candy Cane als informellen Food Day entdecken
- Weihnachtsleckereien bewusst genießen
- Familienrezept aufschreiben
- Störibrot und österreichisches Brauchtum kennenlernen
- Boxing-Day-Resteküche entdecken
- Kwanzaa kennenlernen
- Junkanoo auf den Bahamas entdecken
- Spaziergang machen
- Familienerinnerungen sammeln
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz strukturiert und aufbereitet. Die abschließende redaktionelle Bearbeitung, Prüfung und Veröffentlichung erfolgten durch den Herausgeber.
Quellen: Besonders hilfreich sind die offiziellen UN-/WHO-/FAO-Seiten, die deutschen Fachquellen und für die große Sammlung von Food Days die US-amerikanischen Kalenderseiten. Die Unterscheidung ist wichtig: Die UN weist selbst darauf hin, dass internationale Tage auf unterschiedlichen Beschluss- und Organisationsebenen beruhen.
Vereinte Nationen – UN: https://www.un.org/
UNRIC Deutschland – Internationale Tage: https://unric.org/de/internationale-tage-der-vereinten-nationen/
World Health Organization (WHO): https://www.who.int/
FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations: https://www.fao.org/home/en/
Bundeszentrum für Ernährung – BZfE: https://www.bzfe.de/
Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE: https://www.dge.de/
VFED – Verband für Ernährung und Diätetik: https://www.vfed.de/
International Food Information Council: https://ific.org/
National Institutes of Health: https://ific.org/
Harvard T.H. Chan School of Public Health – Nutrition Source: https://nutritionsource.edu/
The Nibble Webzine of Food Adventures: https://www.thenibble.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
National Today: https://nationaltoday.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
Days Of The Year: https://www.daysoftheyear.com/
Checkiday: https://www.checkiday.com/
Kalendarien.de: https://kalendarien.de/aktionstage/
Feiertage Deutschland: https://www.feiertage-deutschland.de/aktionstage/
Deutschland-feiert.de: https://www.deutschland-feiert.de/