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Die neue Menopause: Was hilft wirklich in den Wechseljahren?

Die neue Menopause: Was hilft wirklich in den Wechseljahren?

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Teil 1 – Buchvorstellung: Die neue Menopause von Dr. Mary Claire Haver

Warum verdienen die Wechseljahre mehr Aufmerksamkeit?

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt, der mit erheblichen körperlichen, hormonellen und psychischen Veränderungen verbunden sein kann. Während manche Frauen diese Zeit mit wenigen Beschwerden erleben, leiden andere unter Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Veränderungen der Schleimhäute und des Stoffwechsels.

Lange wurden viele dieser Beschwerden als unvermeidbare Begleiterscheinungen des Älterwerdens betrachtet. Inzwischen rücken die Wechseljahre stärker in den Mittelpunkt der medizinischen Forschung. Dabei geht es nicht nur um die Linderung akuter Symptome, sondern auch um langfristige Fragen der Knochen-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit.

Genau hier setzt das Buch Die neue Menopause der amerikanischen Frauenärztin Dr. Mary Claire Haver an. Es möchte dazu beitragen, die Wechseljahre besser zu verstehen, Beschwerden ernst zu nehmen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten bewusster zu beurteilen.

Die Grundidee ist dabei besonders wichtig: Die Menopause ist keine Krankheit. Dennoch können die mit ihr verbundenen Beschwerden und gesundheitlichen Veränderungen eine medizinische Behandlung erforderlich machen.

Buchdaten im Überblick

Titel: Die neue Menopause
Untertitel: Wie wir alle Phasen der Wechseljahre leichter annehmen und richtig behandeln
Erweiterte Buchhandelsbeschreibung: Die optimale Selbstversorgung vor, während und nach den Wechseljahren
Autorin: Dr. med. Mary Claire Haver
Verlag: Ullstein extra
Erscheinungstermin: 26. Juni 2025
Originaltitel: The New Menopause
Übersetzung: Anja Lerz
Umfang: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-86493-354-7
Themen: Menopause, Perimenopause, Hormonersatztherapie, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Frauengesundheit, Ernährung, Osteoporose und gesundes Altern.

Die bibliografischen Angaben entsprechen der deutschen Ausgabe des Ullstein Verlags. Die neue Menopause bei Amazon ansehen

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Wer ist Dr. Mary Claire Haver?

Dr. Mary Claire Haver ist eine amerikanische Gynäkologin und Ernährungsmedizinerin, die sich insbesondere mit den gesundheitlichen Veränderungen von Frauen in der Lebensmitte beschäftigt. Sie gründete Mary Claire Wellness und entwickelte außerdem das Ernährungskonzept der Galveston-Diät.

Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, die medizinische Aufmerksamkeit für die Wechseljahre zu erhöhen. Beschwerden wie Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder Veränderungen der sexuellen Gesundheit sollen nicht vorschnell als normale und deshalb unbehandelbare Alterserscheinungen abgetan werden.

Haver setzt sich für eine individuell ausgerichtete Versorgung ein, die medizinische Behandlung, Ernährung, Bewegung und psychisches Wohlbefinden miteinander verbindet. Dabei vertritt sie einen vergleichsweise aktiven Ansatz zur Menopausebehandlung, der insbesondere die Möglichkeiten der Hormontherapie betont.

Worum geht es in „Die neue Menopause“?

Das Buch behandelt die verschiedenen Phasen der hormonellen Umstellung und erklärt, welche körperlichen und psychischen Veränderungen damit verbunden sein können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vielfalt möglicher Beschwerden. Neben den bekannten Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen werden unter anderem Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Veränderungen der Haut, Gelenkbeschwerden und Schwierigkeiten mit der Konzentration angesprochen.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Autorin ausführlich mit der Hormonersatztherapie. Sie erklärt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und möchte verbreitete Unsicherheiten über Nutzen und Risiken aufgreifen.

Ein weiterer Teil widmet sich der langfristigen Gesundheit. Dazu gehören die Vorbeugung von Osteoporose, die Herz-Kreislauf-Gesundheit, die Erhaltung der Muskulatur und die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung.

Die deutsche Ausgabe enthält nach Verlagsangaben ein umfangreiches, alphabetisch aufgebautes Hilfsmittel zur Einordnung typischer Beschwerden und möglicher Gegenmaßnahmen.

Für wen ist das Buch besonders geeignet?

„Die neue Menopause“ richtet sich vor allem an Frauen in der Lebensmitte, die sich über die Wechseljahre informieren und mögliche Beschwerden besser verstehen möchten. Ebenso kann es für Frauen hilfreich sein, deren letzte Monatsblutung bereits mehrere Jahre zurückliegt und die weiterhin unter bestimmten Symptomen leiden.

Besonders interessant ist das Buch für Leserinnen, die eine bevorstehende gynäkologische Beratung vorbereiten möchten. Es kann dabei helfen, Beschwerden genauer zu beschreiben, Fragen zu Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und sich mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Therapien auseinanderzusetzen.

Für die Generation 60 plus sind insbesondere die Themen Knochengesundheit, Muskelkraft, Schlaf, Harnwegs- und Scheidenbeschwerden sowie die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit relevant.

Auch Angehörige und Partner können von einem besseren Verständnis der hormonellen Veränderungen profitieren.

Was sind die Stärken des Buches?

Eine wesentliche Stärke liegt darin, dass die Wechseljahre nicht auf Hitzewallungen und das Ausbleiben der Menstruation reduziert werden. Die Autorin betrachtet die Lebensphase umfassender und zeigt, dass sehr unterschiedliche Beschwerden auftreten können.

Positiv ist außerdem, dass medizinische Behandlungsmöglichkeiten ausdrücklich angesprochen werden. Nicht jede Frau muss ausgeprägte Beschwerden ohne Unterstützung hinnehmen.

Die Verbindung von Symptomlinderung und langfristiger Gesundheitsvorsorge ist ebenfalls sinnvoll. Gerade der Erhalt von Muskelmasse, Knochenstabilität und körperlicher Leistungsfähigkeit verdient im höheren Lebensalter besondere Aufmerksamkeit.

Das Buch kann somit dazu beitragen, dass die Menopause als medizinisch und gesellschaftlich relevantes Thema ernst genommen wird.

Welche Aussagen sollten kritisch betrachtet werden?

Nicht jedes Symptom in der Lebensmitte ist automatisch auf die Wechseljahre zurückzuführen. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Herzklopfen oder Gelenkbeschwerden können auch andere Ursachen haben. Eine sorgfältige Diagnostik bleibt deshalb wichtig.

Auch die Hormonersatztherapie sollte weder grundsätzlich abgelehnt noch pauschal empfohlen werden. Ihr Nutzen hängt unter anderem von der Art der Beschwerden, dem Alter, dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns, bestehenden Erkrankungen und der gewählten Darreichungsform ab.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Hormontherapie zur Behandlung belastender Beschwerden und dem Einsatz von Hormonen mit dem Ziel einer allgemeinen Lebensverlängerung. Für Letzteres besteht keine allgemeine medizinische Empfehlung.

Ernährungskonzepte und Nahrungsergänzungsmittel müssen ebenfalls differenziert betrachtet werden. Nicht jede populäre Empfehlung besitzt einen nachgewiesenen Nutzen, und spezielle Diätprogramme sind nicht grundsätzlich besser als eine ausgewogene, langfristig umsetzbare Ernährung.

Fazit zur Buchvorstellung: Lohnt sich „Die neue Menopause“?

„Die neue Menopause“ ist ein umfangreicher Gesundheitsratgeber, der dazu beitragen kann, die verschiedenen Phasen der Wechseljahre besser zu verstehen. Besonders wertvoll sind die ausführliche Auseinandersetzung mit Beschwerden, die Betonung einer individuellen Behandlung und der Blick auf die langfristige Gesundheit.

Das Buch eignet sich vor allem als Informationsgrundlage und zur Vorbereitung medizinischer Gespräche. Seine Empfehlungen sollten jedoch nicht unkritisch als allgemeingültiger Behandlungsplan übernommen werden.

Die wichtigste Botschaft lautet: Wechseljahresbeschwerden müssen nicht grundsätzlich hingenommen werden. Gleichzeitig braucht jede Behandlung eine individuelle, medizinisch begründete Nutzen-Risiko-Abwägung.

Teil 2 – Unabhängiger Gesundheitsratgeber: Die wichtigsten W-Fragen zu den Wechseljahren

Ausführliche medizinische und praktische Informationen zu Perimenopause, Menopause und Postmenopause – unabhängig von der Buchvorstellung

1. Was sind die Wechseljahre eigentlich?

Die Wechseljahre, medizinisch als Klimakterium bezeichnet, beschreiben den Lebensabschnitt, in dem die Fortpflanzungsfunktion der Eierstöcke allmählich nachlässt. Dabei verändern sich insbesondere die Konzentrationen der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron.

Diese Veränderungen verlaufen nicht gleichmäßig. Während der Übergangsphase können die Hormonspiegel erheblich schwanken. Dadurch entstehen bei manchen Frauen Beschwerden, obwohl weiterhin Monatsblutungen auftreten.

Die Wechseljahre sind ein natürlicher biologischer Vorgang und keine Erkrankung. Trotzdem können sie mit behandlungsbedürftigen Symptomen verbunden sein.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Frage, ob Beschwerden als normal gelten, sondern wie stark sie die Lebensqualität beeinflussen und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

2. Wann beginnen die Wechseljahre?

Die ersten Veränderungen können bereits in den Vierzigern auftreten. Häufig beginnt die sogenannte Perimenopause mit unregelmäßigen Monatsblutungen, Veränderungen der Zykluslänge oder ersten Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen.

Die Menopause selbst tritt in europäischen Bevölkerungen durchschnittlich etwa im Alter von 51 Jahren ein. Der Zeitpunkt kann individuell deutlich abweichen.

Eine Menopause vor dem 45. Lebensjahr gilt als früh, vor dem 40. Lebensjahr spricht man von einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz. In solchen Fällen ist eine besondere medizinische Abklärung wichtig, weil ein früher Östrogenmangel langfristige gesundheitliche Folgen haben kann.

3. Was bedeuten Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause?

Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Abschnitte der hormonellen Umstellung.

Die Prämenopause bezeichnet allgemein die Zeit vor der Menopause, wobei der Begriff nicht immer einheitlich verwendet wird. Die Perimenopause umfasst die Übergangsphase mit zunehmenden Zyklusveränderungen und reicht bis etwa ein Jahr nach der letzten Monatsblutung.

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Monatsblutung. Er lässt sich normalerweise erst rückblickend bestimmen, wenn zwölf Monate lang keine weitere Blutung aufgetreten ist und keine andere Ursache vorliegt.

Die Postmenopause beginnt nach diesem Zeitpunkt und dauert für den Rest des Lebens an. Auch in dieser Phase können Beschwerden fortbestehen oder neu auftreten.

4. Welche Beschwerden können während der Wechseljahre auftreten?

Zu den häufigsten Beschwerden gehören Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Veränderungen der Monatsblutung. Auch Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme können auftreten.

Daneben berichten manche Frauen über Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Veränderungen der Haut und Schleimhäute.

Besonders wichtig sind Beschwerden im Bereich von Scheide, Vulva und Harnwegen. Dazu gehören Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und wiederkehrende Harnwegsbeschwerden.

Nicht alle diese Symptome sind ausschließlich hormonell bedingt. Deshalb sollten neue, starke oder anhaltende Beschwerden medizinisch eingeordnet werden.

5. Warum entstehen Hitzewallungen?

Hitzewallungen gehören zu den charakteristischen Beschwerden der Wechseljahre. Sie entstehen im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, die die Temperaturregulation im Gehirn beeinflussen.

Typisch ist ein plötzlich auftretendes Wärmegefühl, häufig im Bereich von Gesicht, Hals und Oberkörper. Dazu können Hautrötung, Schweißausbrüche und gelegentlich Herzklopfen kommen.

Die Häufigkeit ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen erleben nur wenige Episoden, andere werden mehrmals täglich oder nachts dadurch beeinträchtigt.

Leichte Kleidung in mehreren Schichten, eine angenehm kühle Schlafumgebung und das Beobachten persönlicher Auslöser können im Alltag helfen. Bei ausgeprägten Beschwerden stehen wirksamere medizinische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

6. Was hilft gegen nächtliche Schweißausbrüche?

Nächtliche Schweißausbrüche können den Schlaf erheblich stören. Wiederholtes Erwachen führt bei manchen Frauen zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und verminderter Belastbarkeit.

Eine kühle Schlafumgebung, atmungsaktive Bettwäsche und regelmäßige Schlafenszeiten können den Umgang mit den Beschwerden erleichtern. Auch der individuelle Einfluss von Alkohol, sehr warmen Getränken oder scharf gewürzten Speisen kann beobachtet werden.

Solche Maßnahmen beseitigen die hormonelle Ursache allerdings nicht zuverlässig. Bei stärkerer Belastung ist eine ärztliche Beratung sinnvoll, insbesondere weil Hormontherapien zu den wirksamsten Behandlungen vasomotorischer Beschwerden gehören.

Starker Nachtschweiß kann außerdem andere medizinische Ursachen haben und sollte bei ungewöhnlichem Verlauf abgeklärt werden.

7. Warum verändert sich der Schlaf in den Wechseljahren?

Schlafprobleme entstehen häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Nächtliche Hitzewallungen, hormonelle Veränderungen, psychische Belastungen und altersbedingte Veränderungen des Schlafrhythmus können sich gegenseitig verstärken.

Hinzu kommen mögliche Erkrankungen wie Schlafapnoe, Schilddrüsenstörungen oder depressive Erkrankungen. Nicht jede Schlafstörung in dieser Lebensphase ist deshalb unmittelbar auf die Menopause zurückzuführen.

Regelmäßige Schlafenszeiten, körperliche Aktivität und eine geeignete Schlafumgebung sind sinnvolle Grundlagen. Bei chronischer Insomnie gilt die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie als wichtige Behandlungsmöglichkeit.

Wenn Hitzewallungen die Hauptursache sind, kann deren gezielte Behandlung auch die Schlafqualität verbessern.

8. Was ist eine Hormonersatztherapie?

Die menopausale Hormontherapie, häufig als Hormonersatztherapie bezeichnet, soll Beschwerden lindern, die mit den hormonellen Veränderungen der Wechseljahre zusammenhängen.

Bei einer systemischen Behandlung wird in der Regel Östrogen eingesetzt. Frauen mit vorhandener Gebärmutter benötigen zusätzlich einen ausreichenden Schutz der Gebärmutterschleimhaut durch ein Gestagen oder eine andere geeignete ärztlich festgelegte Strategie.

Die Behandlung kann beispielsweise über Tabletten, Pflaster, Gel oder Spray erfolgen. Diese Anwendungsformen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften und teilweise ihres Risikoprofils.

Die Wahl hängt von den Beschwerden, der medizinischen Vorgeschichte und den persönlichen Präferenzen ab. Eine Hormontherapie sollte deshalb individuell geplant und regelmäßig überprüft werden.

9. Welche Vorteile kann eine Hormontherapie haben?

Die systemische Hormontherapie gehört zu den wirksamsten Behandlungen gegen Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche. Sie kann dadurch die Lebensqualität und bei entsprechenden Beschwerden auch den Schlaf verbessern.

Darüber hinaus kann sie während der Anwendung dem Knochenverlust entgegenwirken und das Risiko bestimmter osteoporotischer Frakturen reduzieren.

Bei Beschwerden im Bereich der Scheide und Harnwege können lokal angewendete Östrogene besonders hilfreich sein. Diese Behandlung unterscheidet sich hinsichtlich Anwendung und systemischer Belastung von einer Hormontherapie für den gesamten Körper.

Die Vorteile müssen jedoch immer gegen mögliche Risiken abgewogen werden. Nicht jede Frau benötigt oder wünscht eine hormonelle Behandlung.

10. Welche Risiken besitzt eine Hormonersatztherapie?

Die Risiken hängen unter anderem von der Hormonart, der Kombination, der Dosis, dem Anwendungsweg, der Behandlungsdauer und individuellen Risikofaktoren ab.

Bei bestimmten kombinierten Hormontherapien kann das Brustkrebsrisiko mit zunehmender Anwendungsdauer steigen. Systemische orale Östrogene können außerdem das Risiko venöser Thrombosen erhöhen. Transdermale Anwendungen, etwa über Pflaster oder Gel, weisen diesbezüglich ein anderes Risikoprofil auf.

Bei vorhandener Gebärmutter darf systemisches Östrogen normalerweise nicht ohne ausreichenden Schutz der Gebärmutterschleimhaut eingesetzt werden, weil sonst das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs steigen kann.

Besonders sorgfältig muss die Entscheidung bei einer Vorgeschichte von Brustkrebs, Thrombosen, Schlaganfall oder bestimmten Lebererkrankungen erfolgen.

Die aktuellen Leitlinien betonen deshalb die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und die gemeinsame medizinische Entscheidungsfindung.

11. Ist eine Hormontherapie auch nach dem 60. Lebensjahr sinnvoll?

Auch nach dem 60. Lebensjahr können Wechseljahresbeschwerden fortbestehen. Eine Hormontherapie ist deshalb nicht allein aufgrund des Alters grundsätzlich ausgeschlossen.

Allerdings unterscheiden sich die Voraussetzungen für einen erstmaligen Behandlungsbeginn mit 52 Jahren von denen eines Beginns mit 68 oder 72 Jahren.

Mit zunehmendem Alter und größerem zeitlichem Abstand zur Menopause können bestimmte Risiken stärker ins Gewicht fallen. Deshalb muss ein später Therapiebeginn besonders sorgfältig geprüft werden.

Eine bereits bestehende, gut verträgliche Behandlung muss dagegen nicht automatisch am 60. oder 65. Geburtstag beendet werden. Entscheidend sind weiterhin Beschwerden, Nutzen, Risiken und regelmäßige ärztliche Kontrollen.

Eine systemische Hormontherapie sollte nicht allein zur allgemeinen Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz oder zur Lebensverlängerung begonnen werden.

12. Welche Alternativen gibt es zur Hormontherapie?

Nicht jede Frau kann oder möchte Hormone anwenden. Deshalb sind nicht hormonelle Behandlungsmöglichkeiten wichtig.

Bei Hitzewallungen kann eine menopausebezogene kognitive Verhaltenstherapie helfen, den Umgang mit Beschwerden und deren Auswirkungen auf den Alltag zu verbessern. Sie kann auch ergänzend zu einer Hormontherapie eingesetzt werden.

Für bestimmte Patientinnen kommen außerdem verschreibungspflichtige nicht hormonelle Medikamente infrage. Dazu gehört unter anderem der Wirkstoff Fezolinetant, dessen Einsatz eine sorgfältige Prüfung der aktuellen Zulassung, möglicher Risiken und notwendiger Kontrollen erfordert.

Bei Schlafproblemen, depressiven Beschwerden oder Schmerzen kann eine gezielte Behandlung der jeweiligen Ursache sinnvoll sein.

Welche Möglichkeit geeignet ist, hängt von der Art und Schwere der Beschwerden ab.

13. Können pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden helfen?

Pflanzliche Präparate werden häufig als natürliche Alternative zur Hormontherapie angeboten. Dazu gehören beispielsweise Traubensilberkerze, Rotklee, Soja-Isoflavone und verschiedene Kräutermischungen.

Die Studienlage ist uneinheitlich. Für manche Präparate finden sich Hinweise auf eine mögliche Wirkung, während für andere keine überzeugenden Vorteile gegenüber Placebo nachgewiesen wurden.

Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen verursachen oder mit Medikamenten wechselwirken. Für bestimmte Traubensilberkerzenpräparate wurden beispielsweise seltene Fälle möglicher Leberschädigungen berichtet.

Besonders bei hormonabhängigen Tumorerkrankungen sollten entsprechende Präparate nicht ohne fachliche Beratung eingesetzt werden.

„Natürlich“ bedeutet deshalb nicht automatisch wirksam oder unbedenklich.

14. Warum nehmen manche Frauen in den Wechseljahren zu?

Während der Lebensmitte verändern sich häufig Körperzusammensetzung und Fettverteilung. Der Anteil der Muskelmasse kann zurückgehen, während Fettgewebe insbesondere im Bauchbereich zunimmt.

Diese Entwicklung hängt mit hormonellen Veränderungen zusammen, wird aber auch durch Alterungsprozesse, Bewegung, Schlaf, Ernährung und genetische Faktoren beeinflusst.

Eine Gewichtszunahme ist deshalb nicht ausschließlich eine Folge des sinkenden Östrogenspiegels.

Besonders sinnvoll ist es, den Erhalt der Muskulatur zu unterstützen. Regelmäßiges Krafttraining, ausreichende Eiweißzufuhr und eine ausgewogene Ernährung können dabei helfen.

Strenge Diäten sind insbesondere bei älteren Frauen problematisch, wenn dadurch Muskelmasse und wichtige Nährstoffe verloren gehen.

15. Welche Ernährung ist während und nach den Wechseljahren empfehlenswert?

Eine ausgewogene, überwiegend pflanzenbetonte Ernährung kann zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge beitragen. Besonders günstig sind Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle.

Für die Herz-Kreislauf-Gesundheit ist die Fettqualität wichtig. Olivenöl, Rapsöl, Walnüsse und Fisch können eine günstige Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren unterstützen.

Eiweißreiche Lebensmittel wie Naturjoghurt, Quark, Eier, Fisch, Linsen und Bohnen sind für den Muskelerhalt interessant.

Auch calciumreiche Lebensmittel und eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung spielen für die Knochengesundheit eine Rolle.

Eine spezielle Menopause-Diät ist dafür nicht grundsätzlich erforderlich. Entscheidend ist eine Ernährung, die langfristig ausgewogen, ausreichend und gut verträglich bleibt.

16. Welche Lebensmittel können im Alltag besonders hilfreich sein?

Haferflocken liefern Ballaststoffe und können zur Versorgung mit verschiedenen Mineralstoffen beitragen. Vollkornbrot und Hülsenfrüchte unterstützen ebenfalls eine ballaststoffreiche Ernährung.

Naturjoghurt, Quark und bestimmte Käsesorten liefern Eiweiß und Calcium. Bei pflanzlichen Alternativen ist auf die tatsächliche Nährstoffzusammensetzung zu achten.

Brokkoli, Grünkohl, Karotten und andere Gemüsearten bieten eine abwechslungsreiche Versorgung mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.

Nüsse und Samen ergänzen die Ernährung durch ungesättigte Fettsäuren und weitere Nährstoffe.

Für einen einfachen Alltag können beispielsweise Haferflocken mit Naturjoghurt und Beeren, ein Linseneintopf mit Gemüse oder Vollkornbrot mit Kräuterquark und Tomaten auf dem Speiseplan stehen.

Keines dieser Lebensmittel kann die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre aufhalten. Gemeinsam können sie jedoch zu einer gesundheitsfördernden Ernährung beitragen.

17. Warum steigt nach der Menopause das Osteoporoserisiko?

Östrogen beeinflusst den Knochenstoffwechsel. Wenn die Östrogenproduktion deutlich zurückgeht, kann der Knochenabbau insbesondere in den ersten Jahren nach der Menopause beschleunigt sein.

Dadurch steigt bei manchen Frauen das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem höheres Alter, niedriges Körpergewicht, bestimmte Medikamente und frühere Frakturen.

Regelmäßige muskelkräftigende und knochenbelastende Bewegung, ausreichende Calciumzufuhr und eine angemessene Vitamin-D-Versorgung sind wichtige Grundlagen der Knochengesundheit.

Bei erhöhtem Risiko kann eine Knochendichtemessung sinnvoll sein. Besteht bereits eine behandlungsbedürftige Osteoporose, können spezielle Medikamente notwendig werden.

18. Wie lässt sich die Muskelkraft nach der Menopause erhalten?

Muskelkraft ist für Selbstständigkeit, Gleichgewicht und Sturzvermeidung von großer Bedeutung. Mit zunehmendem Lebensalter kann die Muskelmasse abnehmen, insbesondere bei geringer körperlicher Aktivität.

Regelmäßiges Krafttraining ist deshalb eine wichtige Maßnahme. Übungen mit einem Trainingsband, kleinen Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht können an unterschiedliche Leistungsniveaus angepasst werden.

Auch eine ausreichende Eiweißzufuhr ist notwendig. Für gesunde Erwachsene ab 65 Jahren nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Schätzwert von etwa 1,0 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Bei bestehenden Erkrankungen, insbesondere bestimmten Nierenerkrankungen, muss die Ernährung individuell angepasst werden.

19. Warum verändert sich die Herz-Kreislauf-Gesundheit?

Mit zunehmendem Alter steigen bei vielen Menschen Blutdruck und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach der Menopause können außerdem Veränderungen des Fettstoffwechsels und der Körperfettverteilung auftreten.

Die Ursachen sind komplex und lassen sich nicht allein auf den Östrogenmangel zurückführen.

Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und die Behandlung erhöhter Blutdruck- oder Cholesterinwerte sind wichtige Maßnahmen zur Risikoreduktion.

Eine Hormontherapie sollte jedoch nicht mit dem Ziel begonnen werden, Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu verhindern. Dafür stehen andere, besser etablierte Präventionsstrategien zur Verfügung.

20. Was hilft bei Scheidentrockenheit und Schmerzen?

Nach der Menopause können die Schleimhäute im Bereich von Scheide und Vulva dünner und empfindlicher werden. Häufig entstehen Trockenheit, Brennen, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Diese Beschwerden werden heute häufig unter dem Begriff genitourinäres Menopausensyndrom zusammengefasst.

Nicht hormonelle Feuchtigkeitspräparate und Gleitmittel können zur Linderung beitragen. Bei ausgeprägten oder anhaltenden Beschwerden sind lokal angewendete Östrogene eine gut etablierte Behandlungsmöglichkeit.

Die lokale Therapie unterscheidet sich von einer systemischen Hormontherapie, weil bei niedrig dosierter Anwendung in der Regel nur geringe Hormonmengen in den Blutkreislauf gelangen.

Bei einer Vorgeschichte hormonabhängiger Krebserkrankungen ist eine individuelle fachärztliche Abstimmung besonders wichtig.

21. Warum treten häufiger Harnwegsbeschwerden auf?

Der Rückgang des Östrogenspiegels kann auch die Schleimhäute der Harnwege beeinflussen. Dadurch können Brennen, häufiger Harndrang und wiederkehrende Harnwegsinfektionen begünstigt werden.

Allerdings können ähnliche Beschwerden auch andere Ursachen haben, etwa eine Blasenentzündung, eine überaktive Blase oder bestimmte Medikamente.

Bei wiederkehrenden Beschwerden ist deshalb eine gezielte Diagnostik wichtig.

Eine lokale vaginale Östrogentherapie kann bei geeigneten Patientinnen dazu beitragen, bestimmte genitourinäre Beschwerden zu lindern und wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorzubeugen.

Ausreichendes Trinken und eine angepasste Intimhygiene sind ebenfalls sinnvoll, ersetzen aber keine notwendige Behandlung.

22. Können die Wechseljahre Depressionen verursachen?

Während der Perimenopause kann bei manchen Frauen die Anfälligkeit für depressive Beschwerden zunehmen. Hormonelle Schwankungen, Schlafprobleme, körperliche Beschwerden und psychosoziale Belastungen können zusammenwirken.

Nicht jede Stimmungsschwankung ist jedoch eine Depression. Eine depressive Erkrankung erfordert eine eigenständige medizinische beziehungsweise psychotherapeutische Beurteilung.

Je nach Situation kommen psychotherapeutische Verfahren, Medikamente oder die Behandlung belastender Wechseljahresbeschwerden infrage.

Eine Hormontherapie ist kein allgemeiner Ersatz für eine leitliniengerechte Depressionsbehandlung.

23. Was bedeutet „Brain Fog“ in den Wechseljahren?

Mit dem englischen Begriff Brain Fog werden subjektive Beschwerden wie Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl geistiger Unklarheit beschrieben.

Solche Beschwerden können während der hormonellen Umstellung auftreten. Häufig spielen jedoch auch Schlafmangel, Stress, psychische Belastungen oder andere gesundheitliche Faktoren eine Rolle.

Eine ausreichende Schlafqualität, regelmäßige Bewegung und die Behandlung vorhandener Beschwerden können hilfreich sein.

Bei deutlich zunehmenden Gedächtnisproblemen oder Einschränkungen des Alltags ist eine medizinische Abklärung erforderlich. Nicht jede Konzentrationsstörung ist eine normale Begleiterscheinung der Menopause.

24. Können Wechseljahre Gelenk- und Muskelschmerzen verstärken?

Gelenk- und Muskelschmerzen werden während der Wechseljahre häufiger berichtet. Hormonelle Veränderungen können dabei eine Rolle spielen, doch die genauen Zusammenhänge sind nicht vollständig geklärt.

Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Alter die Häufigkeit anderer Erkrankungen des Bewegungsapparates, beispielsweise Arthrose.

Regelmäßige Bewegung, angepasstes Krafttraining und physiotherapeutische Maßnahmen können zur Erhaltung der Beweglichkeit beitragen.

Anhaltende, starke oder entzündlich wirkende Beschwerden sollten jedoch untersucht werden, damit behandelbare Erkrankungen nicht übersehen werden.

25. Welche Rolle spielt Vitamin D?

Vitamin D ist wichtig für den Calciumstoffwechsel und die Knochengesundheit. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel kann die Knochen- und Muskelfunktion beeinträchtigen.

Allerdings ist die Einnahme hoch dosierter Vitamin-D-Präparate nicht automatisch für jede Frau nach der Menopause sinnvoll.

Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von der Versorgungssituation, dem Alter, der Sonnenexposition und bestehenden Erkrankungen ab.

Bei einem nachgewiesenen Mangel oder bestimmten Risikokonstellationen kann eine gezielte Ergänzung notwendig sein.

Vitamin D ist jedoch kein allgemein wirksames Mittel gegen Hitzewallungen oder andere typische Wechseljahresbeschwerden.

26. Sind Calciumpräparate nach der Menopause notwendig?

Calcium wird für den Aufbau und Erhalt der Knochen benötigt. Gute Quellen sind beispielsweise Milch, Naturjoghurt, Käse und bestimmte calciumreiche Mineralwässer.

Auch einige Gemüsearten und calciumangereicherte pflanzliche Alternativen können zur Versorgung beitragen.

Wenn die notwendige Calciummenge über Lebensmittel erreicht wird, ist eine zusätzliche Einnahme nicht grundsätzlich erforderlich.

Calciumpräparate können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, sollten aber bedarfsgerecht eingesetzt werden. Eine unnötig hohe Zufuhr kann gesundheitliche Nachteile haben.

27. Können Sojaprodukte bei Wechseljahresbeschwerden helfen?

Sojabohnen und daraus hergestellte Lebensmittel wie Tofu enthalten Isoflavone. Diese Pflanzenstoffe können an bestimmte Östrogenrezeptoren binden, besitzen jedoch nicht dieselbe Wirkung wie körpereigene Östrogene.

Studien zu Soja-Isoflavonen und Hitzewallungen zeigen unterschiedliche Ergebnisse. Eine zuverlässige Wirkung lässt sich nicht für alle Präparate und Personengruppen nachweisen.

Sojalebensmittel können unabhängig davon eine wertvolle Eiweißquelle darstellen und Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Hoch dosierte Isoflavonpräparate sollten insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen nicht ohne fachliche Beratung verwendet werden.

28. Warum ist Krafttraining oft wichtiger als eine strenge Diät?

Viele Frauen erleben während der Lebensmitte Veränderungen ihres Körpergewichts und ihrer Körperform. Häufig wird deshalb versucht, durch starke Kalorienreduktion gegenzusteuern.

Eine solche Strategie kann jedoch problematisch sein, wenn gleichzeitig Muskelmasse verloren geht.

Krafttraining hilft, die Muskulatur zu erhalten und die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. In Kombination mit ausreichender Eiweißzufuhr kann es langfristig sinnvoller sein als eine kurzfristige, stark einschränkende Diät.

Auch Spaziergänge, Radfahren und andere Ausdaueraktivitäten unterstützen die Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Das Ziel sollte nicht ausschließlich ein niedrigeres Körpergewicht sein, sondern eine möglichst gute körperliche Funktionsfähigkeit.

29. Wie kann ein gesundheitsfördernder Alltag während der Wechseljahre aussehen?

Ein sinnvoller Tagesablauf verbindet Ernährung, Bewegung, Erholung und gegebenenfalls medizinische Behandlung.

Zum Frühstück können Haferflocken mit Naturjoghurt, Beeren und Walnüssen auf dem Speiseplan stehen. Ein anschließender Spaziergang sorgt für Bewegung und Tageslicht.

Mittags eignet sich beispielsweise ein Gemüsegericht mit Linsen, Vollkornreis und etwas Olivenöl. Am Nachmittag können leichte Kraftübungen oder Gartenarbeit zur körperlichen Aktivität beitragen.

Für den Abend bietet sich eine gut verträgliche Mahlzeit an, beispielsweise Vollkornbrot mit Kräuterquark und Gemüse.

Bei Schlafproblemen können regelmäßige Schlafenszeiten und eine angenehm kühle Schlafumgebung helfen. Ausgeprägte Beschwerden sollten jedoch nicht allein durch Veränderungen des Lebensstils behandelt werden müssen.

30. Wann ist eine ärztliche Untersuchung besonders wichtig?

Eine medizinische Abklärung ist insbesondere bei starken oder ungewöhnlichen Beschwerden notwendig.

Dazu gehören beispielsweise sehr starke Blutungen, Blutungen nach bereits festgestellter Menopause, neu auftretende ausgeprägte Schmerzen, anhaltendes Herzrasen oder erhebliche psychische Veränderungen.

Besonders wichtig ist, dass jede Blutung nach zwölf Monaten ohne Menstruation gynäkologisch abgeklärt wird. Auch unter einer Hormontherapie können bestimmte Blutungsmuster eine Untersuchung erforderlich machen.

Bei neu auftretenden Beschwerden sollte nicht automatisch angenommen werden, dass die Wechseljahre die Ursache sind.

31. Welche Fragen sind vor einer Hormontherapie sinnvoll?

Vor einer Entscheidung über eine Hormontherapie sollten die Art und Stärke der Beschwerden, mögliche Behandlungsziele und die individuelle medizinische Vorgeschichte geklärt werden.

Wichtig sind insbesondere Fragen nach dem persönlichen Brustkrebs- und Thromboserisiko, bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglichen Gegenanzeigen.

Auch die Wahl zwischen Tabletten, Pflastern, Gel oder lokalen Präparaten sowie die Notwendigkeit eines Gestagens sollten besprochen werden.

Ebenso wichtig ist eine Vereinbarung darüber, wann die Wirkung und Verträglichkeit überprüft werden und unter welchen Umständen eine Anpassung sinnvoll ist.

Eine gut vorbereitete Beratung ermöglicht eine Entscheidung, die medizinische Erkenntnisse und persönliche Bedürfnisse miteinander verbindet.

32. Ist es mit 65 oder 70 Jahren zu spät, die Gesundheit nach der Menopause zu verbessern?

Auch viele Jahre nach der Menopause können gesundheitsfördernde Veränderungen sinnvoll sein. Regelmäßiges Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und gezielte Maßnahmen zur Sturzvermeidung können zur Erhaltung der Selbstständigkeit beitragen.

Bei Scheidentrockenheit oder bestimmten Harnwegsbeschwerden stehen auch im höheren Alter Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Eine neu begonnene systemische Hormontherapie erfordert dagegen mit zunehmendem Alter eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.

Die gesundheitlichen Ziele verschieben sich häufig stärker auf Knochengesundheit, Muskelkraft, Mobilität, Schlaf und Lebensqualität.

Die Postmenopause ist kein abgeschlossener Gesundheitsabschnitt, sondern eine Lebensphase, in der gezielte Vorsorge weiterhin von großer Bedeutung bleibt.

33. Welche Bedeutung haben Partnerschaft und Sexualität?

Die Wechseljahre können auch das sexuelle Wohlbefinden beeinflussen. Schleimhautveränderungen, Schmerzen, Schlafprobleme und psychische Belastungen können dazu führen, dass sich sexuelle Bedürfnisse verändern.

Dabei ist wichtig, dass nicht jede Veränderung der Sexualität behandlungsbedürftig ist. Entscheidend sind das persönliche Wohlbefinden und mögliche Beschwerden.

Bei Schmerzen oder ausgeprägter Trockenheit stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch eine offene Kommunikation in der Partnerschaft kann hilfreich sein.

Sexuelle Gesundheit gehört zur allgemeinen Lebensqualität und sollte in der medizinischen Beratung nicht ausgeklammert werden.

34. Können Frauen die Wechseljahre auch ohne Beschwerden erleben?

Ja. Die Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Frauen erleben nur leichte Veränderungen, während andere über Jahre hinweg deutlich beeinträchtigt sind.

Nicht jede Frau benötigt deshalb Medikamente oder eine spezielle Behandlung.

Auch ohne ausgeprägte Beschwerden bleiben allgemeine Vorsorgemaßnahmen wichtig. Dazu gehören Bewegung, ausgewogene Ernährung, altersgerechte Untersuchungen und die Behandlung vorhandener Risikofaktoren.

Die Menopause allein ist keine medizinische Indikation für eine Hormontherapie.

35. Was ist langfristig wichtiger als die Suche nach einer einzelnen Behandlung?

Langfristige Gesundheit entsteht durch das Zusammenspiel vieler Faktoren. Eine wirksame Behandlung belastender Beschwerden kann die Lebensqualität deutlich verbessern. Gleichzeitig bleiben Bewegung, Ernährung, Schlaf und soziale Kontakte wichtige Grundlagen.

Gerade für die Generation 60 plus gewinnen Muskelkraft, Knochengesundheit, Gleichgewicht und die Vermeidung von Mangelernährung an Bedeutung.

Auch die regelmäßige Kontrolle bekannter Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte gehört zur Vorsorge.

Nicht jede Maßnahme ist für jede Frau gleichermaßen sinnvoll. Die beste Versorgung berücksichtigt deshalb Beschwerden, persönliche Wünsche und medizinische Risiken.

Fazit: Wechseljahre verstehen, Beschwerden behandeln und gesund älter werden

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt, können jedoch mit erheblichen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden sein. Eine gute medizinische Versorgung sollte diese Beschwerden ernst nehmen und individuelle Behandlungsmöglichkeiten anbieten.

Die Hormonersatztherapie kann bei geeigneten Patientinnen besonders wirksam gegen Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche sein. Sie ist jedoch keine allgemeine Anti-Aging-Behandlung und erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.

Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichende Eiweißversorgung und Maßnahmen zur Knochengesundheit ergänzen die medizinische Versorgung. Gerade nach dem 60. Lebensjahr können sie dazu beitragen, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Gesund und bekömmlich genießen, körperlich aktiv bleiben und Beschwerden gezielt behandeln lassen – so können die Wechseljahre und die Jahre danach als eigenständige, lebenswerte Phase gestaltet werden.

Medizinischer Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz strukturiert und aufbereitet. Die abschließende redaktionelle Bearbeitung, Prüfung und Veröffentlichung erfolgten durch den Herausgeber. Symbolbild: Pixabay

Redaktionelle Grundlage zur fachlichen Prüfung: Die bibliografischen Angaben und die inhaltlichen Schwerpunkte der Buchvorstellung wurden anhand der offiziellen Verlagsinformationen des Ullstein Verlags überprüft. Dazu gehören die deutsche Ausgabe vom 26. Juni 2025, die Übersetzung von Anja Lerz, der Umfang von 416 Seiten sowie die ISBN 978-3-86493-354-7.

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gesund.bund.de
Gesundheitsinformation.de
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Robert Koch-Institut (RKI)
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Die neue Menopause: Was hilft wirklich in den Wechseljahren?

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