Für den Artikel wurden auch die ernährungsphysiologischen Besonderheiten der Cashews berücksichtigt – einschließlich der wichtigen Tatsache, dass „roh“ angebotene Cashews im Handel nicht mit wirklich unbehandelten Cashewkernen gleichzusetzen sind.

National Cashew Day

Am 23. November steht ein kleiner, nierenförmiger Kern im Mittelpunkt: der National Cashew Day.

Cashews sind längst nicht mehr nur ein Snack aus der Nussmischung. Sie landen in Currys, Salaten, Müslis, Desserts, Saucen und veganen Alternativen zu Milchprodukten. Aus ihnen lassen sich außerdem Mus, Cremes und verschiedene Aufstriche herstellen.

Ernährungsphysiologisch sind Cashews besonders interessant, weil sie Fett, Protein, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und zahlreiche Mineralstoffe miteinander verbinden.

Doch Cashews haben auch eine Besonderheit, die viele Menschen nicht kennen:

Eine wirklich rohe Cashew sollte man nicht einfach direkt vom Baum essen.

Was steckt also tatsächlich in diesem beliebten Kern?

🥜 Was sind Cashews eigentlich?

Cashews stammen vom Cashewbaum. Botanisch handelt es sich bei dem Cashewkern nicht um eine klassische Nuss, sondern um den Samen der Cashewfrucht.

Der Cashewbaum stammt ursprünglich aus Brasilien und wird heute in vielen tropischen Regionen angebaut.

Besonders auffällig ist die ungewöhnliche Form der Frucht:

Der eigentliche Cashewkern hängt unterhalb des sogenannten Cashewapfels.

Der Cashewapfel selbst wird ebenfalls genutzt, während der Kern aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und seines milden, leicht süßlichen Geschmacks weltweit als Lebensmittel beliebt ist.

🌰 Warum schmecken Cashews so mild und cremig?

Cashews besitzen im Vergleich zu vielen anderen Nüssen und Kernen einen besonders milden, leicht süßlichen und cremigen Geschmack.

Ihre Konsistenz eignet sich deshalb hervorragend für:

  • Nussmus
  • Cremes
  • Saucen
  • Desserts
  • pflanzliche Käsealternativen
  • Aufstriche
  • Currys
  • Salate
  • Müslis
  • Snacks

Beim Zerkleinern entsteht durch das enthaltene Fett eine besonders cremige Masse.

Das macht Cashews auch in der pflanzlichen Küche interessant.

⚡ Warum sind Cashews so energiereich?

Cashews enthalten beträchtliche Mengen Fett.

Fett liefert pro Gramm etwa 9 Kilokalorien und damit mehr Energie als Protein oder Kohlenhydrate.

Cashews sind deshalb trotz ihrer relativ kleinen Größe ein energiedichtes Lebensmittel.

Das ist weder automatisch gut noch schlecht.

Es bedeutet lediglich:

Eine kleine Menge kann bereits relativ viel Energie liefern.

Genau deshalb kann eine Handvoll Cashews als Bestandteil einer Mahlzeit sinnvoll sein, während sehr große Mengen schnell erheblich zur täglichen Energiezufuhr beitragen.

🧈 Welches Fett steckt in Cashews?

Das Fett der Cashews besteht aus verschiedenen Fettsäuren.

Dazu gehören unter anderem:

  • einfach ungesättigte Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • gesättigte Fettsäuren

Cashews sind damit nicht einfach nur „Fett“, sondern ein Lebensmittel mit einer komplexen Fettzusammensetzung.

Wie bei anderen Nüssen und Kernen sollte deshalb nicht allein auf den Gesamtfettgehalt geschaut werden.

💪 Cashews liefern Protein

Cashews enthalten auch pflanzliches Protein.

Protein wird im menschlichen Körper unter anderem für den Aufbau und Erhalt von Muskeln, Gewebe und zahlreichen funktionellen Strukturen benötigt.

Cashews können deshalb einen Beitrag zur Proteinversorgung leisten.

Allerdings sind sie kein besonders konzentriertes Proteinlebensmittel im Vergleich zu beispielsweise Hülsenfrüchten oder bestimmten proteinreichen Lebensmitteln.

Ihre Stärke liegt vielmehr in der Kombination verschiedener Nährstoffe.

🌾 Und was ist mit den Kohlenhydraten?

Cashews enthalten neben Fett und Protein auch Kohlenhydrate.

Darunter befinden sich natürliche Zucker und Stärke.

Das unterscheidet sie beispielsweise von manchen anderen Nüssen, die einen geringeren Kohlenhydratanteil aufweisen.

Damit wird auch deutlich:

Nüsse und Kerne sind keine völlig einheitliche Lebensmittelgruppe.

Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pistazien und Cashews besitzen jeweils unterschiedliche Nährstoffprofile.

🌿 Ballaststoffe: vorhanden, aber nicht extrem hoch

Cashews liefern Ballaststoffe, allerdings nicht in außergewöhnlich hohen Mengen im Vergleich zu manchen anderen Nüssen, Samen oder besonders ballaststoffreichen Lebensmitteln.

Ballaststoffe sind unter anderem für eine normale Verdauung wichtig.

Wer die Ballaststoffzufuhr erhöhen möchte, sollte Cashews deshalb nicht isoliert betrachten, sondern mit anderen ballaststoffreichen Lebensmitteln kombinieren:

  • Haferflocken
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse
  • Obst
  • Samen
  • weitere Nüsse

🧲 Magnesium in Cashews

Cashews enthalten eine interessante Menge Magnesium.

Magnesium trägt unter anderem zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen Funktion des Nervensystems und einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Das macht Cashews zu einem interessanten Lebensmittel für die allgemeine Ernährung.

Wichtig bleibt aber:

Ein magnesiumreiches Lebensmittel ist nicht automatisch ein Ersatz für ein Magnesiumpräparat.

Ob überhaupt ein erhöhter Bedarf besteht, hängt von der individuellen Ernährung und Situation ab.

🔩 Auch Eisen, Kupfer und andere Mineralstoffe

Cashews liefern neben Magnesium weitere Mineralstoffe.

Dazu gehören unter anderem:

  • Eisen
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Zink
  • Kalium

Besonders interessant ist Kupfer.

Kupfer trägt unter anderem zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Erhaltung von Bindegewebe bei.

Damit zeigen Cashews erneut, dass ein kleines Lebensmittel mehrere unterschiedliche Mikronährstoffe beitragen kann.

💊 Welche Vitamine enthalten Cashews?

Cashews enthalten verschiedene Vitamine, darunter insbesondere B-Vitamine.

Zu den relevanten Vitaminen gehören beispielsweise:

  • Vitamin B1
  • Vitamin B6
  • weitere B-Vitamine in kleineren Mengen

Vitamin B1 trägt unter anderem zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.

Vitamin B6 ist unter anderem am normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel beteiligt und trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Die Mengen sind allerdings abhängig von Produkt, Herkunft und Verarbeitung.

🔥 Was verändert das Rösten?

Beim Rösten verändern sich Geschmack, Farbe und Aroma.

Die Wärme führt zu komplexen Reaktionen zwischen Bestandteilen des Lebensmittels. Dadurch entstehen typische Röstaromen und eine intensivere Farbe.

Gleichzeitig können sich einzelne hitzeempfindliche Inhaltsstoffe verändern.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch:

„Roh ist immer gesund und geröstet immer schlecht.“

Untersuchungen zum Nährstoffgehalt zeigen, dass sich die Unterschiede zwischen rohen beziehungsweise ungerösteten und gerösteten Cashews je nach Nährstoff und Verfahren unterscheiden können.

Für die Ernährung sind außerdem Salz, Zucker und zusätzlich verwendete Fette entscheidend.

🧂 Gesalzen oder ungesalzen?

Hier liegt ein sehr praktischer Unterschied.

Naturbelassene oder ungesalzene Cashews enthalten wesentlich weniger zusätzliches Salz als stark gesalzene Snackvarianten.

Wer Cashews regelmäßig isst, kann deshalb einfach vergleichen:

Wie viel Salz steht in der Nährwerttabelle?

Das ist besonders interessant, wenn Cashews nicht als kleine Zutat, sondern in größeren Mengen als Snack gegessen werden.

🍯 Und gezuckerte Cashews?

Neben Salz können Cashews auch mit Zucker, Honig, Sirup oder anderen süßen Zutaten überzogen werden.

Dann verändert sich die Zusammensetzung des ursprünglichen Lebensmittels deutlich.

Aus einem einfachen Cashewkern wird beispielsweise ein:

  • karamellisierter Snack
  • Schoko-Cashew
  • Honig-Cashew
  • Gewürz-Cashew

Solche Produkte können deutlich mehr Zucker und Energie enthalten.

Cashew bleibt Cashew – aber das Produkt drumherum macht ernährungsphysiologisch einen Unterschied.

🥜 Was bedeutet eigentlich „rohe Cashews“?

Hier wird es besonders interessant.

Im Handel werden Cashews häufig als „roh“ oder „naturbelassen“ bezeichnet.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sie tatsächlich völlig unbehandelt vom Baum bis in die Verpackung gelangt sind.

Die harte Schale der Cashew enthält einen reizenden Stoff, der mit Urushiol in Verbindung steht. Deshalb werden Cashewkerne vor dem Verkauf entsprechend verarbeitet, damit sie sicher verzehrt werden können.

„Rohe Cashews“ im Handel sind daher nicht mit einer wirklich unbehandelten Cashew gleichzusetzen.

Das Wort „roh“ auf der Verpackung sollte bei Cashews deshalb nicht mit „unverarbeitet“ verwechselt werden.

⚠️ Cashews und Allergien

Cashews gehören zu den Lebensmitteln, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können.

Eine Cashewallergie kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Bei bekannter Nussallergie sollte deshalb nicht eigenständig davon ausgegangen werden, dass Cashews problemlos vertragen werden.

Besonders bei verarbeiteten Produkten lohnt sich außerdem der Blick auf die Kennzeichnung möglicher Allergene.

🥛 Warum werden Cashews für pflanzliche Alternativen verwendet?

Cashews besitzen eine besonders interessante Eigenschaft:

Sie lassen sich zu einer sehr cremigen Masse verarbeiten.

Dafür werden sie häufig eingeweicht und anschließend fein püriert.

So entstehen beispielsweise:

  • Cashewcremes
  • pflanzliche Saucen
  • vegane Käsealternativen
  • Dessertcremes
  • Aufstriche
  • cremige Suppen
  • pflanzliche „Sahne“-Alternativen

Die Cremigkeit kommt dabei nicht von Milch, sondern von der fein vermahlenen Cashewmasse und ihrem natürlichen Fett.

🥣 Cashew-Mus: Was steckt dahinter?

Cashew-Mus besteht im Wesentlichen aus fein vermahlenen Cashewkernen.

Es kann als Brotaufstrich verwendet oder in Speisen eingerührt werden.

Interessant ist dabei die Zutatenliste.

Ein möglichst einfaches Cashewmus enthält im Idealfall:

Cashewkerne – und sonst nicht viel.

Bei aromatisierten Produkten können dagegen Salz, Zucker, Öle oder andere Zutaten hinzukommen.

🍛 Cashews in der Küche

Cashews passen besonders gut zu Gerichten, die kräftige Gewürze und cremige Komponenten miteinander verbinden.

Typische Kombinationen sind:

  • Curry
  • Gemüsepfannen
  • Reisgerichte
  • Wokgerichte
  • Salate
  • Suppen
  • Nudelgerichte
  • Porridge
  • Müsli
  • Desserts

Geröstete Cashews können außerdem als knuspriges Topping eingesetzt werden.

🥗 Cashews und Gemüse – eine interessante Kombination

Cashews lassen sich hervorragend mit Gemüse kombinieren.

Zum Beispiel:

Brokkoli + Paprika + Karotte + Cashews + Vollkornreis

Die Cashews liefern Fett, Protein und verschiedene Mineralstoffe.

Das Gemüse bringt Wasser, Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Der Reis liefert vor allem Kohlenhydrate.

So entsteht aus mehreren einfachen Zutaten eine abwechslungsreiche Mahlzeit.

🥜 Cashews oder Mandeln?

Beide gehören zu den beliebten Nuss- und Kernprodukten, unterscheiden sich aber deutlich.

Cashews sind:

  • besonders cremig
  • relativ mild
  • gut pürierbar
  • vielseitig für Saucen geeignet

Mandeln sind:

  • knackiger
  • ballaststoffreicher
  • aromatischer
  • ebenfalls reich an ungesättigten Fettsäuren

Auch die Mineralstoffprofile unterscheiden sich.

Es gibt deshalb keinen Grund, Nüsse und Kerne auf eine einzige Sorte zu beschränken.

Abwechslung erweitert das Spektrum der aufgenommenen Nährstoffe.

🧊 Wie lagert man Cashews richtig?

Cashews enthalten relativ viel Fett.

Wie bei anderen fettreichen Nüssen und Kernen kann bei ungünstiger Lagerung eine Fettoxidation auftreten.

Licht, Wärme, Sauerstoff und lange Lagerzeiten können die Qualität beeinträchtigen.

Für die Lagerung eignen sich deshalb:

  • luftdichte Behälter
  • trockene Lagerung
  • Schutz vor Wärme
  • Schutz vor direktem Licht

Bei größeren Vorräten oder längerer Lagerung kann auch eine kühle Lagerung sinnvoll sein.

Ein ungewöhnlich bitterer oder ranziger Geruch und Geschmack sind Warnzeichen dafür, dass Cashews nicht mehr appetitlich beziehungsweise qualitativ einwandfrei sind.

⚖️ Wie viele Cashews sind sinnvoll?

Eine feste Menge, die für jeden Menschen gleichermaßen richtig ist, gibt es nicht.

Cashews sind energiereich, gleichzeitig aber nährstoffhaltig.

Deshalb kann eine kleine Handvoll eine praktische Orientierung für einen Snack sein.

Wer jedoch große Mengen zusätzlich zu einer ohnehin energiereichen Ernährung isst, nimmt entsprechend mehr Energie auf.

Entscheidend sind:

Gesamternährung, Portionsgröße und Häufigkeit.

🧪 NutriKunde-Küchenexperiment: Cashew vor und nach dem Rösten

Nimm eine kleine Portion ungerösteter beziehungsweise naturbelassener Cashews und eine Portion gerösteter Cashews.

Vergleiche:

  • Geruch
  • Farbe
  • Knackigkeit
  • Süße
  • Röstaroma
  • Mundgefühl
  • Nachgeschmack

Anschließend vergleiche die Zutatenlisten.

Bei einer ungesalzenen Variante kann der Unterschied relativ gering sein.

Bei einer gewürzten oder gesalzenen Variante können dagegen zusätzliche Zutaten den Charakter des Lebensmittels deutlich verändern.

🎯 NutriKunde-Mitmach-Idee

Der Cashew-Check im Vorratsschrank

Nimm drei verschiedene Cashewprodukte aus dem Supermarkt oder Vorratsschrank:

A: naturbelassen/ungeröstet
B: geröstet und ungesalzen
C: geröstet und gewürzt oder gesalzen

Vergleiche:

  1. Zutaten
  2. Energie
  3. Fett
  4. gesättigte Fettsäuren
  5. Kohlenhydrate
  6. Zucker
  7. Protein
  8. Salz

Dann stelle dir eine einfache Frage:

Wie stark verändert die Verarbeitung aus demselben Grundprodukt drei unterschiedliche Lebensmittel?

Das ist Lebensmittelwissen direkt aus dem eigenen Küchenschrank.

💡 Was bleibt vom National Cashew Day?

Cashews sind klein, aber ernährungsphysiologisch vielseitig.

Sie liefern Fett, Protein, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und verschiedene Mineralstoffe. Besonders interessant sind unter anderem Magnesium, Kupfer, Phosphor, Eisen und Zink.

Gleichzeitig sind Cashews energiereich und können durch Salz, Zucker oder zusätzliche Fette in ihrer Zusammensetzung deutlich verändert werden.

Und dann gibt es noch die besondere Geschichte des Begriffs „roh“:

Eine im Handel als roh bezeichnete Cashew ist nicht dasselbe wie ein völlig unbehandelter Cashewkern.

NutriKunde-Fazit

Der National Cashew Day zeigt, wie interessant ein scheinbar einfacher Snack sein kann.

Cashews verbinden Energie, Fett, pflanzliches Protein und verschiedene Mikronährstoffe in einem kleinen Lebensmittel. Ihre cremige Konsistenz macht sie außerdem zu einer vielseitigen Zutat für Saucen, Aufstriche und pflanzliche Alternativen.

Wer Cashews auswählt, sollte nicht nur auf die Sorte schauen, sondern auch auf Röstung, Salz, Zucker, zusätzliche Fette und die Zutatenliste.

Und wie bei vielen energiereichen Lebensmitteln gilt:

Die Menge macht einen wesentlichen Unterschied.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung durch Arzt, Heilpraktiker, Apotheker oder Ernährungsfachkraft. Vor der Anwendung oder Einnahme sollte bei gesundheitlichen Fragen eine entsprechende Fachperson hinzugezogen werden. NutriKunde übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben. Maßgeblich ist immer die individuelle Situation.

Von admin