Besonders reizvoll ist die Perspektive der Generation 60 plus: Samhain lässt sich nicht nur als geheimnisvolles keltisches Fest betrachten, sondern auch als Anlass, über die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten, saisonaler Lebensmittel, traditioneller Herbstgerichte und gemütlicher Feiern nachzudenken. Der Schwerpunkt liegt auf der kulinarischen Kultur: Was wurde früher gegessen und getrunken? Welche Speisen hatten eine symbolische Bedeutung? Was ist davon in Halloween und anderen Herbstbräuchen erhalten geblieben? Und wie lässt sich die Tradition heute genussvoll und bekömmlich aufgreifen?
Dabei ist eine historische Unterscheidung wichtig: Nicht jede heute verbreitete Samhain-Tradition lässt sich eindeutig bis in die keltische Antike zurückverfolgen. Historisch belegte Bräuche, spätere Überlieferungen und moderne Wiederbelebungen sollten deshalb auseinandergehalten werden.
Samhain – das keltische Fest des Übergangs: Alte Essensbräuche, geheimnisvolle Rituale und genussvolle Herbsttraditionen für die Generation 60 plus
Was steckt hinter Samhain?
Wenn die Tage kürzer werden, die letzten Blätter von den Bäumen fallen und die ersten frostigen Nächte den Winter ankündigen, beginnt eine besondere Zeit des Jahres. In vielen Kulturen ist dieser Übergang mit alten Bräuchen, besonderen Speisen und gemeinsamen Feiern verbunden. Einer der bekanntesten historischen Hintergründe heutiger Halloween-Traditionen ist das keltische Fest Samhain.
Samhain wird ungefähr „Sow-in“ ausgesprochen und stammt aus der irischen Kultur. Es markierte den Übergang vom hellen zum dunklen Teil des Jahres. Die Ernte war weitgehend eingebracht, die Tiere wurden für den Winter vorbereitet und die Menschen richteten sich auf die kalte Jahreszeit ein. Was heute vor allem mit Kürbissen, Kostümen und Süßigkeiten verbunden wird, hatte ursprünglich eine wesentlich tiefere Bedeutung.
Samhain war ein Fest des Jahreswechsels, der Gemeinschaft, der Erinnerung und des Übergangs. Essen und Trinken spielten dabei eine wichtige Rolle. Nach der Ernte gab es noch einmal Gelegenheit, gemeinsam zu feiern, Vorräte zu genießen und sich auf die bevorstehenden Wintermonate einzustellen.
Samhain: Wie entstand das alte keltische Fest?
Die Wurzeln von Samhain reichen weit in die vorchristliche Geschichte Irlands und anderer keltisch geprägter Regionen zurück. Es gehörte zu den vier wichtigen jahreszeitlichen Festen des keltischen Kalenders. Neben Samhain waren dies Imbolc im Frühjahr, Beltane zu Beginn des Sommers und Lughnasadh zur Erntezeit.
Samhain fiel in die Zeit um den 1. November. Gefeiert wurde insbesondere in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Mit diesem Zeitpunkt begann nach traditioneller Vorstellung die dunkle Jahreshälfte. Für die damalige Bevölkerung war der Jahreszeitenwechsel keine bloße Kalenderangelegenheit. Landwirtschaft, Viehhaltung und Vorratshaltung bestimmten den Alltag. Die Ernte musste eingebracht, Lebensmittel mussten haltbar gemacht und Tiere für die Winterversorgung berücksichtigt werden.
Es war deshalb eine Zeit, in der die Menschen zusammenkamen. Feuer wurden entzündet, Geschichten erzählt und Speisen miteinander geteilt. Auch der Vorstellung einer besonderen Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Verstorbenen kam eine große Bedeutung zu.
Nach irischen Überlieferungen konnten in dieser Nacht die Seelen Verstorbener und übernatürliche Wesen besonders nahe an die Welt der Menschen gelangen. Die Grenze zwischen den verschiedenen Welten galt als durchlässiger als gewöhnlich.
Das bedeutete nicht ausschließlich Angst. Samhain war ebenso eine Gelegenheit, an verstorbene Familienmitglieder zu denken, Schutz für Haus und Hof zu erbitten und den kommenden Winter gemeinsam zu begrüßen.
Wichtig ist dabei eine historische Unterscheidung: Viele Einzelheiten des heutigen Samhain-Brauchtums stammen aus späteren schriftlichen Überlieferungen und regionalen Traditionen. Nicht jede heute verbreitete Geschichte lässt sich unmittelbar bis in die keltische Antike zurückverfolgen.
Essen und Trinken bei Samhain: Ein Fest nach der Ernte
Essen hatte bei Samhain einen besonderen Stellenwert. Nach der Erntezeit waren viele Lebensmittel verfügbar, die im Laufe der folgenden Wintermonate knapper werden konnten. Obst, Nüsse, Getreide, Gemüse und Fleisch gehörten zu den wichtigen Bestandteilen der damaligen Vorratshaltung.
Es wurde gekocht, gebacken und gemeinsam gegessen. Die Mahlzeiten waren nicht nur Versorgung, sondern auch ein Ausdruck von Gemeinschaft und Gastfreundschaft.
Äpfel, Nüsse und die Früchte des Herbstes
Äpfel gehörten zu den typischen Herbstfrüchten. Sie konnten frisch gegessen, getrocknet, zu Mus verarbeitet oder für Kuchen und andere Süßspeisen verwendet werden. Auch Nüsse wie Haselnüsse und Walnüsse waren wichtige saisonale Lebensmittel.
In den überlieferten irischen Halloween-Bräuchen tauchen Äpfel und Nüsse immer wieder auf. Sie wurden nicht nur gegessen, sondern auch für Spiele verwendet. Besonders bekannt ist das sogenannte Apple Bobbing: Äpfel schwimmen in einer mit Wasser gefüllten Schüssel und müssen mit dem Mund herausgefischt werden.
Solche Spiele waren Teil der geselligen Unterhaltung. Manche Bräuche hatten auch einen Wahrsagecharakter. Aus bestimmten Zeichen oder dem Verlauf eines Spiels sollten sich Hinweise auf die Zukunft, eine mögliche Hochzeit oder das persönliche Glück ergeben.
Barmbrack – das traditionelle irische Halloween-Brot
Eine besondere Rolle spielt das irische Barmbrack, auch Bairín Breac genannt. Dabei handelt es sich um ein süßliches Früchtebrot, das häufig mit Rosinen und anderen Trockenfrüchten zubereitet wird.
Es gehört bis heute zu den bekanntesten traditionellen Speisen rund um Halloween in Irland. Historisch interessant ist die Verbindung zwischen dem Gebäck und alten Wahrsagebräuchen.
In manchen Varianten wurden kleine Gegenstände in das Brot eingebacken. Ein Ring konnte eine bevorstehende Hochzeit symbolisieren, eine Münze stand für Wohlstand, während andere Gegenstände unterschiedliche Zukunftsdeutungen erhielten.
Heute wird Barmbrack vor allem als traditionelles Herbst- und Halloween-Gebäck geschätzt. Die kleinen Gegenstände sind aus Gründen der Lebensmittelsicherheit bei modernen Rezepten nicht notwendig und sollten insbesondere bei Kindern und älteren Menschen vermieden werden.
Colcannon – Kartoffeln, Kohl und Zwiebeln
Ein weiteres traditionelles irisches Gericht ist Colcannon. Es besteht hauptsächlich aus Kartoffelpüree, Kohl oder Grünkohl sowie Zwiebeln oder Lauch. Je nach Rezept kommen Butter und Milch hinzu.
Das Gericht ist ein gutes Beispiel für die einfache, sättigende Küche, die sich aus regional verfügbaren Lebensmitteln entwickelte.
Kartoffeln liefern Kohlenhydrate, Kohl bringt Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe mit. Durch die Kombination entsteht eine warme, herzhafte Mahlzeit, die besonders gut in die kalte Jahreszeit passt.
Colcannon ist damit auch heute noch eine interessante Inspiration für eine saisonale Küche, die nicht kompliziert sein muss.
Boxty und andere Kartoffelspeisen
Boxty ist ein traditioneller irischer Kartoffelkuchen. Je nach Zubereitung werden rohe geriebene Kartoffeln mit gekochten Kartoffeln, Mehl und weiteren Zutaten vermischt und anschließend in der Pfanne gebacken.
Kartoffeln waren lange ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Irland. Entsprechend vielfältig entwickelten sich regionale Zubereitungsarten.
Auch Apfelkuchen, Beerengebäck, Puddings und andere einfache Süßspeisen gehörten zu den überlieferten Halloween-Speisen.
Was wurde bei Samhain getrunken?
Zu einem Festmahl gehörten selbstverständlich auch Getränke. Wasser, Milch und einfache Getreidegetränke waren Bestandteil des Alltags. In historischen und späteren Festtraditionen spielten außerdem alkoholische Getränke wie Bier und Met eine Rolle.
Dabei sollte nicht der Eindruck entstehen, dass es ein einziges festgelegtes Samhain-Menü oder ein verbindliches Festgetränk gegeben hätte. Die tatsächliche Ernährung hing von Region, Jahreszeit, verfügbaren Vorräten und gesellschaftlichen Verhältnissen ab.
Aus heutiger Sicht lässt sich die Idee des gemeinsamen Trinkens wunderbar alkoholfrei aufgreifen: warmer Apfelpunsch, Kräutertee, Gewürztee oder ein Getränk aus Apfel und Zimt passen hervorragend zu einem herbstlichen Samhain-Abend.
Von Samhain zu Halloween: Wie wurde aus dem alten Fest ein weltweites Ereignis?
Mit der Ausbreitung des Christentums veränderte sich die Bedeutung der herbstlichen Festtage. Der 1. November wurde zum Fest Allerheiligen, dem Gedenken an die Heiligen. Am 2. November folgte Allerseelen, ein Tag des Erinnerns an die Verstorbenen.
Der Abend vor Allerheiligen wurde als All Hallows‘ Eve bezeichnet. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die Bezeichnung Halloween.
Die alten Bräuche verschwanden nicht vollständig. Vielmehr vermischten sich regionale Traditionen, christliche Feiertage und ältere Vorstellungen. Das Gedenken an Verstorbene, das Verkleiden, das Erzählen von Geschichten und das gemeinsame Essen blieben in unterschiedlichen Formen erhalten.
Besonders in Irland und Schottland entwickelten sich zahlreiche Halloween-Bräuche weiter. Menschen verkleideten sich, zogen von Haus zu Haus und erhielten kleine Speisen oder Süßigkeiten. Diese Traditionen werden häufig mit dem heutigen Trick-or-Treating in Verbindung gebracht.
Warum die USA Halloween so populär machten
Die heutige weltweite Bekanntheit von Halloween ist tatsächlich eng mit den Vereinigten Staaten verbunden. Allerdings wurde das Fest nicht dort erfunden.
Im 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus Irland und Schottland nach Nordamerika aus. Sie brachten ihre Bräuche, Geschichten und saisonalen Traditionen mit.
Dazu gehörten auch die geschnitzten Laternen. In Irland wurden ursprünglich häufig Rüben verwendet, in denen grimmige Gesichter ausgeschnitten wurden. In Nordamerika boten sich Kürbisse als größere und leichter zu bearbeitende Alternative an. So entwickelte sich der bekannte Jack-o‘-Lantern-Kürbis.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde Halloween in den USA zunehmend zu einem Familien- und Gemeinschaftsfest. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich das organisierte Sammeln von Süßigkeiten in den Wohnvierteln immer stärker.
Kostüme, Kürbislaternen, Süßigkeiten, Dekorationen und Halloween-Partys wurden zu festen Bestandteilen der Feierlichkeiten. Filme, Werbung, Fernsehen und die Lebensmittelindustrie trugen zusätzlich zur internationalen Bekanntheit bei.
Halloween wurde damit zunehmend kommerziell geprägt. Gleichzeitig blieben viele ältere Traditionen erkennbar.
Samhain heute: Zwischen alter Tradition, Spiritualität und moderner Herbstfeier
Heute gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Samhain zu feiern.
Für Anhänger moderner naturspiritueller Bewegungen und neuheidnischer Traditionen ist Samhain weiterhin ein bedeutender Jahreskreisfeiertag. Es steht für den Übergang in die dunkle Jahreszeit, die Erinnerung an Verstorbene und die Beschäftigung mit Vergänglichkeit und Neubeginn.
In Irland wird Halloween vielerorts mit traditionellen Spielen, Umzügen, Lagerfeuern, Kostümen und besonderen Speisen gefeiert. Auch in anderen Ländern gibt es regionale Varianten.
In Deutschland hat sich Halloween besonders in den vergangenen Jahrzehnten etabliert. Kürbisse vor Hauseingängen, geschmückte Fenster, Kostümpartys, Süßigkeiten und herbstliche Veranstaltungen gehören inzwischen vielerorts dazu.
Samhain und Halloween sind dennoch nicht dasselbe. Samhain bezeichnet das ältere keltisch-irische Fest beziehungsweise den heutigen neuheidnischen Feiertag, während Halloween die historisch daraus mitgeprägte und später christlich beeinflusste Feier am 31. Oktober bezeichnet.
Für eine moderne Feier muss weder ein religiöser Hintergrund vorhanden sein noch eine aufwendige Dekoration vorbereitet werden. Auch ein gemütlicher Herbstabend mit saisonalem Essen, Kerzenlicht und guten Gesprächen kann den Gedanken des gemeinsamen Übergangs in die Winterzeit aufnehmen.
Samhain und die Generation 60 plus: Genuss, Erinnerung und gemeinsames Erleben
Gerade für die Generation 60 plus bietet Samhain einige schöne Anknüpfungspunkte. Das Fest verbindet Essen, Erinnerungen, Jahreszeiten und Gemeinschaft. Es geht nicht darum, möglichst gruselig zu feiern oder große Mengen Süßigkeiten zu essen. Vielmehr kann die Tradition als Inspiration für einen genussvollen Herbstabend dienen.
Die dunklere Jahreszeit lädt dazu ein, wieder häufiger warme Mahlzeiten zuzubereiten, saisonale Lebensmittel zu verwenden und sich Zeit für gemeinsame Tischrunden zu nehmen.
Dabei spielen Bekömmlichkeit, persönliche Vorlieben und die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel eine wichtige Rolle.
Kürbis, Kartoffeln und Kohl: Herbstküche mit Tradition
Kürbis ist eines der bekanntesten Lebensmittel der heutigen Halloween-Zeit. Seine Verwendung reicht von Suppen über Ofengemüse bis zu Aufläufen und Kuchen.
Kürbis lässt sich vielseitig zubereiten und ist häufig gut in eine leichte Herbstküche integrierbar. Besonders eine milde Kürbissuppe mit Kartoffeln, Möhren oder etwas Ingwer kann ein angenehmes Abendessen ergeben.
Kartoffeln sind ebenfalls eine gute Grundlage für traditionelle Herbstgerichte. Als Kartoffelstampf, Ofenkartoffeln oder Bestandteil einer Gemüsesuppe lassen sie sich mit vielen Zutaten kombinieren.
Kohl, Grünkohl und Wirsing bringen saisonale Abwechslung auf den Teller. Bei empfindlicher Verdauung kann es sinnvoll sein, Kohl ausreichend zu garen und zunächst kleinere Portionen zu wählen.
Die irische Colcannon-Idee lässt sich beispielsweise mit Kartoffelpüree, fein geschnittenem Wirsing und gedünsteten Zwiebeln aufgreifen. Weniger Butter oder eine angepasste Milchmenge können die Speise leichter machen.
Äpfel und Nüsse: Kleine Herbstklassiker
Äpfel gehören zu den klassischen Herbstfrüchten. Sie schmecken frisch, als Kompott oder im warmen Ofenapfel.
Ein Bratapfel mit etwas Zimt und einer kleinen Menge gehackter Nüsse kann eine passende Nachspeise für einen Samhain-Abend sein. Die Füllung lässt sich nach persönlicher Verträglichkeit gestalten.
Nüsse liefern unter anderem ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß und Ballaststoffe. Sie sind allerdings energiereich und bei Kauproblemen nicht für jeden geeignet. Fein gehackt oder gemahlen können sie eine praktische Alternative sein.
Auch ein traditionelles Früchtebrot lässt sich mit weniger Zucker und einer angepassten Menge Trockenfrüchte zubereiten. Bei empfindlicher Verdauung sollten größere Mengen Trockenobst allerdings nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Warme Getränke für einen gemütlichen Abend
Ein herbstlicher Abend wird durch passende Getränke besonders angenehm.
Ein alkoholfreier Apfelpunsch mit Zimt, Nelken und etwas Zitronenschale bringt typische Herbstaromen zusammen. Auch milder Kräutertee, Fencheltee oder ein warmer Gewürztee können eine gute Ergänzung sein.
Bei der Zubereitung sollte auf eine angenehme Temperatur geachtet werden. Sehr heiße Getränke können den Mund und die Schleimhäute reizen.
Auch die Trinkmenge bleibt wichtig. Gerade ältere Menschen nehmen Durst nicht immer zuverlässig wahr. Regelmäßiges Trinken über den Tag hinweg ist deshalb sinnvoll. Die individuell passende Flüssigkeitsmenge hängt unter anderem von der Gesundheit und möglichen ärztlichen Vorgaben ab.
Alkohol gehört nicht zwingend zu einem traditionellen oder modernen Samhain-Abend. Ein alkoholfreier Punsch ist eine vollwertige Alternative für eine gesellige Runde.
Gemeinsames Essen statt großer Halloween-Party
Nicht jeder möchte sich verkleiden, Kürbisse aushöhlen oder an einer großen Veranstaltung teilnehmen. Für viele Menschen liegt der Reiz eher in einem ruhigen Abend mit Familie, Freunden oder Nachbarn.
Ein kleines Herbstessen kann dafür ausreichen: eine Kürbissuppe als Vorspeise, ein Kartoffel-Kohl-Gericht als Hauptspeise und ein Apfelkompott oder ein Stück Früchtebrot zum Abschluss.
Auch Erinnerungen können Teil des Abends werden. Welche Herbstgerichte gab es früher in der Familie? Welche Lebensmittel wurden selbst eingelagert? Wie wurden Äpfel, Birnen und Kräuter haltbar gemacht? Solche Gespräche verbinden Generationen und machen kulinarische Traditionen lebendig.
Für Seniorengruppen, Begegnungsstätten und Pflegeeinrichtungen bietet Samhain ebenfalls Anregungen. Ein gemeinsames Backen, ein kleines Apfelfest oder eine herbstliche Teerunde können ohne großen Aufwand organisiert werden.
Eine kleine Samhain-Küche für heute: Tradition modern und bekömmlich interpretiert
Die alten irischen Speisen lassen sich mit regionalen Zutaten und heutigen Ernährungsgewohnheiten verbinden.
Ein mögliches Samhain-Menü für die Generation 60 plus könnte folgendermaßen aussehen:
Vorspeise: Milde Kürbis-Kartoffel-Suppe
Hokkaido-Kürbis, Kartoffeln und Möhren werden weich gekocht und anschließend püriert. Etwas Rapsöl, eine Prise Muskat und milde Kräuter sorgen für Geschmack. Bei Bedarf kann die Suppe mit etwas Wasser oder Brühe verdünnt werden.
Hauptgericht: Kartoffel-Wirsing-Stampf nach Colcannon-Art
Gekochte Kartoffeln werden gestampft und mit fein geschnittenem, weich gedünstetem Wirsing vermischt. Etwas Lauch oder eine kleine Menge gedünsteter Zwiebeln ergänzen das Gericht. Dazu passen ein Ei oder eine kleine Portion Fisch.
Dessert: Warmer Apfel mit Zimt und Nüssen
Ein Apfel wird entkernt, mit etwas Zimt und fein gehackten Nüssen gefüllt und im Ofen weich gebacken. Wer es weniger süß mag, benötigt keinen zusätzlichen Zucker.
Getränk: Alkoholfreier Apfel-Zimt-Punsch
Apfelsaft wird mit Wasser verdünnt und mit einer Zimtstange sowie etwas Zitronenschale erwärmt. Das Getränk sollte nicht zu süß und nicht zu heiß serviert werden.
Dieses Menü ist keine historische Rekonstruktion, sondern eine moderne Interpretation der kulinarischen Samhain-Tradition. Es verbindet typische Herbstzutaten mit einfachen Zubereitungsarten und lässt sich an individuelle Bedürfnisse anpassen.
Was bleibt von Samhain? Ein Fest für Essen, Erinnerungen und Gemeinschaft
Samhain erzählt von einer Zeit, in der der Wechsel der Jahreszeiten den Alltag bestimmte. Die Menschen mussten Vorräte anlegen, Lebensmittel haltbar machen und sich auf den Winter vorbereiten. Gemeinsame Mahlzeiten, Feuer, Geschichten und überlieferte Bräuche gaben diesem Übergang eine besondere Bedeutung.
Aus diesen Traditionen entwickelte sich über viele Jahrhunderte ein Teil dessen, was heute als Halloween weltweit bekannt ist. Die USA machten das Fest international populär, doch seine kulturellen Wurzeln liegen vor allem in Irland und den keltisch geprägten Regionen Europas.
Für die Generation 60 plus bietet Samhain eine schöne Gelegenheit, alte und neue Herbsttraditionen miteinander zu verbinden. Ein warmes Gericht, ein duftender Apfelpunsch, ein Stück Früchtebrot oder ein gemeinsamer Abend mit vertrauten Menschen können den Gedanken des Festes aufgreifen.
Vielleicht liegt darin sogar die schönste Botschaft von Samhain: Wenn draußen die Tage kürzer werden, darf es drinnen umso gemütlicher werden. Gutes Essen, angenehme Getränke, Erinnerungen und Gemeinschaft brauchen weder große Feierlichkeiten noch aufwendige Rituale.
Ein genussvoller Herbstabend kann schließlich auch ohne Gespenster und Grusel eine besondere Tradition werden. Der Beitrag zeigt, wie sich alte Traditionen mit modernen Essgewohnheiten, alkoholfreien Getränken und genussvollen Herbstmomenten verbinden lassen.
Samhain: Geschichte, Essen und Halloween-Traditionen ab 60: Was ist Samhain? Die Geschichte des keltischen Festes, alte Essensbräuche und Halloween-Traditionen entdecken – mit genussvollen Herbstideen für die Generation 60 plus.
Redaktionelle Grundlage zur Prüfung:
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National Museum of Ireland – Überlieferte Samhain- und Halloween-Bräuche, traditionelle Speisen und Spiele.
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Ireland.ie – Samhain und seine Bedeutung in der irischen Folklore.
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Technological University Dublin – Wissenschaftliche Untersuchung historischer irischer Halloween-Essensbräuche.
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Smithsonian Magazine – Entwicklung der Halloween-Traditionen und ihre Verbreitung in den USA.
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HISTORY.com – Historische Entwicklung von Samhain zu Halloween.
Redaktionelle Einschätzung: Der Artikel passt sehr gut in NutriKunde. Besonders gut ist die Verbindung zwischen alter Esskultur und heutigen Herbstgewohnheiten. Samhain eröffnet außerdem eine interessante Themenreihe über historische Ernährung, alte Bräuche und saisonale Küche – beispielsweise mit Beiträgen zu Barmbrack, Colcannon, irischen Apfeltraditionen oder der Geschichte des Kürbisses.
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Quellen für weitere Informationen:
The Nibble Webzine of Food Adventures: https://www.thenibble.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
National Today: https://nationaltoday.com/
National Day Calendar: https://nationaldaycalendar.com/
Days Of The Year: https://www.daysoftheyear.com/
Checkiday: https://www.checkiday.com/
Tage und Daten: https://heutetag.com/kalender/
Kalendarien.de: https://kalendarien.de/aktionstage/
Feiertage Deutschland: https://www.feiertage-deutschland.de/aktionstage/
Deutschland-feiert.de: https://www.deutschland-feiert.de/
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